Paralympic Day : Mit Spaß gegen die Scheu

Behindertensport-Show am Pariser Platz: Auch Glanz und Glitter werden nicht fehlen, wenn am Samstag um zehn Uhr der Startschuss fällt für den großen "International Paralympic Day".

Die Rollstuhl-Cheerleader „Fanatix“ schwingen die Räder, um rund ums Brandenburger Tor Stimmung zu machen. Angefeuert werden mehr als 100 Spitzenathleten aus sieben Ländern, die ihre Sportarten präsentieren und pritschen, dribbeln und kicken – nur eben mit Handicap. Zudem präsentieren die Vertreter der Bewerberstädte für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2016 Rio de Janeiro, Tokio, Chicago und Madrid jetzt in Berlin ihre Konzepte. Und es gibt jede Menge Sport zum Mitmachen.

Erwartet werden beim Paralympics-Tag die Sportschützin und mehrfache Goldmedaillengewinnerin Manuela Schmermund, die seit einem Autounfall querschnittgelähmt ist, Tischtennis-Europameister Holger Nikelis und die Biathletin Verena Bentele, die von Geburt an blind ist und bei den Winterspielen in Turin Gold holte. Auch in Vancouver will sie 2010 antreten. „Es ist nicht immer einfach, den Leuten zu vermitteln, dass ich mich selbst völig normal finde“, sagt die erfolgreichste Blinden-Biathletin der Welt. Das zu zeigen, ist eines der Ziele des zweiten Paralympic Days in Berlin.

Schirmherr ist Bundespräsident Horst Köhler: „Der Sport hilft, zu einem selbstverständlichen Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung beizutragen“, sagt Köhler, Vater einer blinden Tochter. Höhepunkte werden das Spiel der Nationalteams der Frauen im Rollstuhlbasketball aus Deutschland und den Niederlanden um 14.30 Uhr sein sowie ab 15.15 Uhr die offenen deutschen Meisterschaften im Weitsprung, auch Casey Tibbs aus den USA tritt an. pth

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