Peter Maffay : Mit Herz und Lederjacke

Er singt über die Kraft der Liebe, die Bedeutung von Hoffnung und die Notwendigkeit, etwas zu bewegen im eigenen Leben. Peter Maffay, so scheint es, gibt nie klein bei.

Eva Kalwa
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Peter Maffay

BerlinWeder im Angesicht menschlicher Nöte und Probleme oder unter dem Einfluss der Weltwirtschaftskrise noch vor Kritikern und Zynikern, die seine Musik als Schlager oder Gutmenschen-Rock bezeichnen. Und erst recht trotzt der knapp 60-jährige Sänger mit der obligatorischen Lederjacke, der in diesem Jahr zugleich sein 40. Bühnenjubiläum feiert, der davoneilenden Zeit: „Ewig“ heißt das neue Album, das Maffay heute (ausverkauft) und morgen (20 Uhr, Restkarten Tel. 69533885) im Tempodrom vorstellt.

„Zum Glück habe ich einen Beruf, der die Frage nach dem Alter stark relativiert“, sagt der Fitness-Fan, dessen kräftige Oberarme von den täglichen Workouts zeugen. Rund 60 Konzerte gibt Maffay allein im ersten Drittel dieses Jahres, dazu kommen im Sommer einige Open-Airs, auch in Berlin wird er noch mal am 9. Juni in der Wuhlheide spielen. „Ich erlebe mit meiner Band zurzeit eine sehr gute Phase. Diese Chance möchte ich nicht vorübergehen lassen, auch wenn das zurzeit Einschränkungen im Privatleben mit sich bringt“, sagt Maffay, der seit vielen Jahren auf Mallorca lebt. Zuvor hat der Musiker in verschiedenen deutschen Städten gewohnt, auch in Berlin, wo er Anfang der siebziger Jahre zur Untermiete in einer Zehlendorfer Jugendstilvilla wohnte. „Das war eine tolle Zeit“, erinnert er sich.

Zu der Finca auf Mallorca gehört auch ein Ferienhaus. Dort können traumatisierte Kinder und Jugendliche kostenlos Urlaub machen. „Meinen Optimismus beziehe ich auch aus solchen Quellen. Anderen zu helfen, gibt mir viel Kraft“, sagt der Sohn einer deutschen Mutter und eines ungarischen Vaters. Nun möchte er ein ähnliches Hilfsprojekt in seiner ehemaligen Heimat Siebenbürgen ins Leben rufen. „Dort leben viele Menschen ohne Perspektive, Beruf und medizinische Versorgung“, so Maffay. Schon 2010 will er die ersten 15 Kinder in seinem neuen Ferienzentrum begrüßen, angesichts der Tournee ein hochgestecktes Ziel.

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