Politik rockt : Status Quo rocken den Bundespresseball

Status Quo sind die Stargäste beim Bundespresseball im Hotel Intercontinental. Am 28. November spielt die Band vor 2800 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur.

Patricia Hecht
Status Quo vor Bundespressekonferenz
Das rockt. Die Musiker Rick Parfitt (l) und Francis Rossi von Status Quo vor der Bundespressekonferenz, wo sonst Minister Rede und...Foto: dpa

Wie es sich für echte Rockstars gehört, hatten Status Quo eine kurze Nacht hinter sich. Nach ihrem Konzert am Sonntagabend im Tempodrom zeigten sich die Briten trotzdem ausgeschlafen, als sie gestern im Haus der Bundespressekonferenz als Stargäste des Bundespresseballs am 28. November vorgestellt wurden. „Wir haben aufregende Erinnerungen an Berlin“, schwärmte Sänger und Gitarrist Francis Rossi. 1994 hatten Status Quo mit anderen Bands, darunter den Beach Boys, auf dem Maifeld vor weit über 100 000 Zuschauern gespielt, bei der „Farewell Party“ zum Abzug der alliierten Truppen aus Berlin.

Immer noch fit trotz vierfacher Bypass-Operation

Auch beim Ball wird gerockt, versprach Status-Quo-Veteran Rick Parfitt, der trotz vierfacher Bypass-Operation auch rund 40 Jahre nach Gründung der Band noch auf der Bühne steht. Mit Hits wie „Rockin’ All Over The World“, „In The Army Now“ oder „Whatever You Want“ werde man die Gäste aus Medien, Politik und Wirtschaft zum Tanzen bringen.

„Den Habitus von damals haben die Alt-68er wohl abgelegt, nicht aber ihre Sympathie für Status Quos klar definierte Rockmusik“, sagte Alfred Gertler, Organisationsleiter des Balls. Auf jeden Fall bedeutet der Auftritt der Band einen gewaltigen Qualitätssprung: Vor einigen Jahren hatten noch die No Angels den Posten der Stargäste inne.

Der Bundespräsident tanzt an

Bevor Status Quo nachts um halb eins die Bühne betreten, dominiert ruhigere Musik: Traditionell eröffnet Bundespräsident Horst Köhler mit dem ersten Walzer den Abend. Der Ball findet bereits zum zehnten Mal in Berlin statt. 2800 Gäste werden erwartet, die Kosten für eine Sitzplatzkarte liegen bei knapp 600 Euro. Das diesjährige Motto: „Metropoly“. In Berlin gebe es Gold und Glamour ebenso wie Hasenheide und Hartz IV – „Berlin ist Metropoly“, sagte Gertler.

Erwartet werden unter anderem Peer Steinbrück, Klaus Wowereit, Brigitte Zypries, Michael Sommer und Renate Künast. Ob Angela Merkel dabei sein wird, ist noch unklar – man hoffe es, sagte Rick Parfitt. Sie sei schließlich „eine sehr attraktive Dame“. 

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