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Polizei Berlin auf Twitter : Taschendiebstahl: Schotten vermissen Zahnprothese

Die Polizei warnt vor Taschendieben und zeigt ab heute die Taten in einer Karte. Wo wohl die meisten Menschen bestohlen werden?

von und Gabriele Scherndl
Aufgepasst, es sind immer mehr Taschendiebe unterwegs in Berlin.
Aufgepasst, es sind immer mehr Taschendiebe unterwegs in Berlin.Foto: dpa

Wo sind die meisten Taschendiebe unterwegs? Die Polizei gibt via Twitter einen Überblick über die Diebstähle der vergangenen 24 Stunden. Eine ständig aktualisierte Grafik zeigt die Lieblingsorte der Kriminellen: Es sind der Alex, die Friedrichstraße und die Partykieze an der Warschauer Straße (dort sind viele Touristen unterwegs) sowie das Kottbusser Tor und die Altstadt Spandau (dort befinden sich Verkehrsknotenpunkte).

Polizei twittert zehn Tage

Die Meldungen über neue Taschendiebe treffen seit Freitag alle paar Minuten ein - ständig neue Tweets, ständig neue Taschendiebstähle. Wer also diesen Text gerade auf dem Smartphone liest, sollte wachsam sein und auf seine Geldbörse in der Tasche aufpassen. Denn die Polizei warnt dieser Tage wieder explizit vor Taschendieben - und informiert seit 10 Uhr via Twitter darüber. "Wir werden täglich für etwa zehn Stunden über einen Zeitraum von zehn Tagen jeden angezeigten Taschendiebstahl sowie jede Festnahme von Tätern twittern", heißt es aus dem Polizeipräsidium am Flughafen Tempelhof.

Einer der kuriosesten Tweets war bis zum frühen Nachmittag der von der bestohlenen Touristin aus Schottland. Ihr fehlte nach dem Abendspaziergang in der City Ost nicht nur Geld, sondern auch die Zahnprothese.

Ein Blick auf den Vormittag. S-Bahnhof Neukölln: Einmal kurz auf einer Bank eingeschlafen und - zack! - waren Handy und Geld aus der Hose und Jacke gestohlen. Oder im Café in Moabit: Die Jacke mal kurz über den Stuhl gehängt - und schon fehlt das Handy. Oder Schöneberg: "Handtasche kurz offen im Kinderwagen auf Spielplatz liegen gelassen, danach war das Handy weg." Und um 11 Uhr hieß es: Achtung, drei Taschendiebe sind unterwegs auf der Linie U12 - die werden von der Polizei allerdings beobachtet.

Wo liegen die Schwerpunkte - die Grafik zeigt es

Die Aktion kann täglich auf dem Twitter-Einsatzkanal “@PolizeiBerlin_E”, unter dem Hashtag #pickpocket verfolgt werden. "Ein Teil der Tweets wird auch in Englisch auf dem Twitter-Kanal “@PolizeiBerlin_I” veröffentlicht", heißt es, schließlich sind gerade an den Wochenenden viele Touristen in der Stadt (und nächstes Wochenende ist Berlin-Marathon!).

Pünktlich um zehn wird ganz in alter Simpsons-Manier erst einmal mit einem Bild von Kaffee und Spritzgebäck gestartet, in den Minuten darauf folgen Nachrichten über Anzeigen von gestrigen Diebstählen und der Hinweis, dass derzeit am Ku'damm nach Taschendieben Ausschau gehalten wird.

Es werden auch Tipps gegeben, auch auf Facebook. Die Polizei experimentiert relativ häufig mit Social-Media-Projekte - letztes Mal waren es 1645 Tweets in 24 Stunden, wie Sie unter diesem Tagesspiegel-Link nachlesen können.

Ein Blick in die Leitzentrale der Berliner Polizei.
Ein Blick in die Leitzentrale der Berliner Polizei.Foto: dpa

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