Promi-Paten : Den Tieren ganz nah

2500 Prominente engagieren sich für im Naturkundemuseum. Angela Merkel, Franziska von Almsick, Klaus Wowereit und viele andere haben mit Spenden die Patenschaft für jeweils ein Tier der verschiedenen Sammlungen übernommen. Jetzt hat Umweltsenatorin Katrin Lompscher für eine Eule gespendet.

Juliane Eichblatt

Angela Merkel hat eine Vorliebe für Seeadler, Franziska van Almsick für Schneeleoparden und Klaus Wowereit für australische Wombats. Sie alle beteiligen sich an der Patenschaftskampagne des Museums für Naturkunde, bei der durch eine einmalige Spende für ein Objekt die Erhaltung der Sammlungen gesichert werden soll.

Seit Montag engagiert sich nun auch die Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Katrin Lompscher. Die Linke-Politikerin besuchte am Vormittag ihre Schleiereule, für die sie rund 300 Euro gespendet haben soll. Warum? „Eulen sind mir hoch sympathisch, schon immer gewesen“, sagte sie. „Sie sind nachtaktiv, gucken gewissenhaft, haben einen guten Überblick und lassen sich nicht aus der Ruhe bringen.“ Insgesamt haben sich seit dem Anlauf der Aktion vor vier Jahren 2500 Paten gefunden.

Eine Patenschaft kann ab 70 Euro übernommen werden, die teuersten Stücke gibt es für 5000 Euro. Ausgewählt werden kann aus allen 30 Millionen Stücken der zoologischen, mineralogischen und paläontologischen Sammlungen. Sei es nun ein Bernstein, ein fossiler Fischsaurier oder ein Rotfeuerfisch. Die Spendengelder fließen direkt in die jeweilige Sammlung, aus der das Objekt stammt, und ermöglichen Investitionen, die bei den knappen Mitteln sonst nicht möglich wären. Im Falle von Katrin Lompscher zum Beispiel ein neues Archivsystem für die Vogelsammlung.

Die unterschiedlichsten Motive sind es, die bei der Auswahl des Objekts eine Rolle spielen. Während die Intention der Bundeskanzlerin, deren Seeadler in der Uckermark gefunden wurde, jedoch klar ersichtlich ist, geben andere Patenkinder Anlass zum Grübeln. So steht Bundesministerin Annette Schavan zum Beispiel Pate für einen flugunfähigen Papagei. Und Wowereits Wombat wird mit den Worten beschrieben: Eines der größten grabenden Säugetiere mit nur wenig natürlichen Feinden. ele

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