Prominente : Peter Maffay wirbt im Roten Rathaus für Kinderschutz

Der Sänger setzt sich für traumatisierte Kinder ein und will dafür Menschen mit Einfluss vernetzen. Im Mai wird es ein zweites Symposium zum Kinderschutz geben.

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Peter Maffay setzt sich für Kinderschutz ein. -Foto: dpa

Blitzlichtgewitter im Roten Rathaus. Peter Maffay gibt sich die Ehre. „Lieber Klaus“, begrüßt er den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Der Grund seines Besuchs ist ihm ein ernstes Anliegen. Maffay will sein soziales Engagement für traumatisierte Kinder ausbauen, für das er bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Deshalb findet in Berlin im Mai dieses Jahres das zweite Symposium zum Thema Kinderschutz statt.

Maffays Ziel ist es, Menschen mit Einfluss zu vernetzen, um mehr „Schutzräume für Kinder“ zu schaffen. Nach dem ersten Symposium in Tutzing mit namhaften Gästen 2009 erhofft er sich einiges von dem zweiten Treffen in Berlin. „Wir wollen Menschen zusammenbringen, die davon angetrieben sind, Kindern zu helfen.“ Wowereit ergänzt: „Und Tutzing ist nicht Berlin.“ Zugesagt hätten der Bundestagspräsident Norbert Lammert, die Fernsehmoderatoren Sabine Christiansen und Alfred Biolek. „Kinderarmut ist ein großes Thema in Berlin“, sagt Wowereit, der sichtlich glücklich über das Engagement des Musikers ist. Es gebe in Berlin viele gute Projekte, aber auch viele Ideen, die noch nicht realisiert worden seien. „Oft weil dazu die entsprechenden Netzwerke fehlen.“ Und die will Wowereit jetzt verknüpft sehen. „Wir brauchen persönliches Engagement. Prominente Entscheidungsträger können mithelfen, den Aufstieg sozial benachteiligter Kinder in Berlin zu unterstützen.“

Auch Maffay ist einer, der weiß, was er will. Seit dem Jahr 2000 gibt es seine Organisation, die in Zusammenarbeit mit der Tabaluga Kinderstiftung auf Mallorca eine therapeutische Finca betreibt. Jährlich kommen etwa 250 Heranwachsende zu Besuch, um sich bei der Arbeit auf dem Bauernhof zu erholen. In Siebenbürgen in Rumänien, wo Maffay zur Welt kam, hat seine Stiftung im vergangenen Jahr einen Pfarrhof für traumatisierte Kinder und Jugendliche gekauft.

Der 61-Jährige wird schon bald wieder in Berlin sein: Am 4. März wird er einen Echo für sein Lebenswerk erhalten, schließlich hat er mehr als 40 Millionen Tonträger und zehn Millionen Konzerttickets verkauft. hah

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