Stadtleben : Rap, Rock und Soul in Bellevue

Horst Köhler feiert die Förderer der Kultur

Schuhplattler und Breakdancer in friedlicher Kreativität vereint auf einer Bühne? Die integrative Kraft des Bundespräsidenten wird es schon richten. Wenn Horst Köhler am 20. Juni zum alljährlich stattfindenden Sommerfest schon zum dritten Mal in den Park vom Schloss Bellevue lädt, lautet das Motto „Kultur-Kreativität-Engagement“. Im Mittelpunkt des Programms, das gestern die stellvertretende Chefin des Bundespräsidialamtes, Cornelia Quennet-Thielen, vorstellte, stehen in diesem Jahr Menschen und Unternehmen, die sich ehrenamtlich für die Kultur engagieren.

Wie schon bei den letzten beiden Festen wird Wert darauf gelegt, dass sich die großen Sponsoren nicht mit ihren Produkten präsentieren, sondern mit freiwilligen Projekten und Initiativen. Die AOK etwa bringt ein Kindertheater zur Förderung von mehr Bewegung und gesunder Ernährung mit, die Bundesdruckerei präsentiert von ihr geförderte Kreuzberger „Street Art“-Künstler, und die Daimler AG erläutert, wie sie die Auseinandersetzung mit Kunst als Teil der Unternehmenskultur etabliert hat. Das Sommerfest werde ausschließlich durch Sponsoring finanziert. Rund 900 000 Euro an Geldspenden werden dazu benötigt und noch mal gut 600 000 Euro an Sachspenden.

Den Starauftritt am späten Abend werden diesmal die Puhdys bestreiten, die erfolgreichster Exportartikel der DDR-Rockmusik waren und auch heute jede Halle füllen. Am Anfang tritt das Staatsballett Berlin auf. Außerdem spielen die Big Band der Bundeswehr und Jocelyn B. Smith.

Aufwendig sei besonders die Einrichtung des Parks, der in schlichtem Weiß gestaltet werden solle, sagte Quennet-Thielen. Seit der Amtsübernahme von Horst Köhler ist die Gästezahl verkleinert worden. Waren es zu Johannes Raus Zeiten noch etwa 6000 prominente und engagierte Bürger, die den Rasen im Park platt traten, werden inzwischen nur noch bis zu 4000 Gäste erwartet. Die Einladungen sind bereits vor vier Wochen rausgegangen. Gesine Schwan sei diesmal wohl nicht auf der Einladungsliste gewesen, sagte Cornelia Quennet-Thielen. Dass sie noch nachgeladen werde, „steht im Moment nicht zur Diskussion“. Bi

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