Stadtleben : Reise nach Jerusalem: Buddy-Bären sind in Israel zu Gast

Auf ihrem Weg durch die Kontinente haben die 138 Buddy-Bären, aus Ägypten kommend, Israel erreicht. Am 1. August präsentiert sich die internationale Teddy-Familie auf dem Safra Square, dem Platz vor dem Rathaus in Jerusalem, nahe der Altstadt. „Als die Buddys vor einem Jahr auf dem Berliner Bebelplatz standen, kam der israelische Botschafter zu uns und fragte, ob diese Sendboten für Toleranz nicht auch einmal in sein Land kommen könnten“, erzählt Klaus Herlitz, der Geschäftsführer der Buddy-Bär-Berlin-Gesellschaft.

Dass die Länderbären vorher in Kairo standen und „von fast einer Million Menschen, darunter zahlreichen Schulklassen und auffallend vielen Liebespaaren“ besucht worden waren, sei nicht ohne symbolische Bedeutung für das Verhältnis der beiden Länder im Nahen Osten. Die Bären wurden in Containern nach Port Said gebracht, nun werden sie auf dem Landweg nach Jerusalem gefahren.

Iris Berben und Bürgermeister Uri Lupolianski haben die Schirmherrschaft über die Jerusalemer Bärenversammlung übernommen, zur Eröffnung vor tausend geladenen Gästen wird die deutsche Schauspielerin eine Rede halten. Die Schilder an den Sockeln der zwei Meter hohen, mit Motiven des jeweiligen Landes bemalten Plastiktiere sind in Hebräisch, Arabisch und Englisch abgefasst. Außenminister Frank-Walter Steinmeier betont, dass die Menschen mit Jerusalem Werte wie gegenseitigen Respekt, Verständnis und die Hoffnung auf eine friedliche Welt verbinden – „Werte, an die uns die Buddy-Bären erinnern sollen“. Die israelische Außenministerin Tzipi Livni meint in ihrem Grußwort, dass die Ausstellung „für die Einheit der globalen Gemeinschaft“ steht, „sie symbolisiert die mögliche Umsetzung der Vision der Propheten von einer vereinten und friedliebenden Welt“.

Dabei verweist die Außenministerin auf die Symbolkraft des Bären: „Er ist weithin als aggressives Tier bekannt, gleichzeitig kennen wir jedoch alle die gefühlvolle und kuschelige Vorstellung vom Bären in Form des Teddybären.“ Viele Kinder schliefen nachts ganz ruhig an Bären gekuschelt ein, weiß Livni. „So können aggressive Vorstellungen in beruhigende Eindrücke umgewandelt werden. Und die Realität kann sich ebenfalls zum Besseren wenden, wenn wir alle harmonisch zusammenarbeiten.“ Lo.

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