Rise Against : Politische Chartstürmer spielen in Berlin

Die US-Rocker von Rise Against spielen am Freitag in der ausverkauften Columbiahalle in Tempelhof. Die Band engagiert sich gegen Umweltzerstörung, Rassismus und Krieg.

US-Band Rise Against. Foto: Promo
US-Band Rise Against.Foto: Promo

Angefangen haben sie 1999 als kleine Punkrockband mit Konzerten in Skateparks und besetzten Häusern. Doch inzwischen stehen die US-Rocker von Rise Against aus Chicago in vielen Ländern an den Spitzen der Charts. Mit ihrem sechsten Album „End Game“ sind sie in Deutschland vergangene Woche direkt auf Platz Eins gelandet. Am Freitag spielen Rise Against in der ausverkauften Columbia-Halle.

Die vier Musiker vereinen mitreißende Hymnen des Punkmusikstils mit der Schnelligkeit des Hardcore. Über die Jahre ist ihr Sound zwar glatter geworden, hat aber nichts an seiner Intensität verloren. Darüber hinaus ist die Band politisch stets engagiert: gegen Umweltzerstörung, Rassismus und Krieg. Dass ihr vor Monaten erdachter Albumtitel auf das Thema Weltuntergangsszenarien und Umweltkatastrophen anspielt, gewinnt mit Blick auf die Ereignisse in Japan an trauriger Aktualität. „Das Album handelt von dem kritischen Punkt, an dem die Menschheit steht, vom Ende der Zivilisation“, sagt Sänger und Gitarrist Tim McIlrath. „Was, wenn die Art von Leben, wie wir sie derzeit führen, nur eine Blase ist, die nicht nachhaltig funktionieren kann?“

Besonders ihre radikale Kritik am Irakkrieg und ihr permanentes Engagement für die Tierrechtsorganisation Peta, sorgte teilweise für Ärger und Unverständnis unter unpolitischen Fans. Vielleicht ist es aber auch gerade die Tatsache, dass die Band über all die Jahre ihren politischen Idealen treu geblieben ist, was sie so authentisch macht. Rise Against beweisen, dass Protest und Einsatz für eine bessere Welt nicht mit der Volljährigkeit vorbei sein muss.

Das Konzert beginnt um 20 Uhr in der Columbiahalle. www.rise-against.de

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