Rolf Eden : Rolf ohne Royce

„Ich verkaufe meinen Rolls Royce“, sagt er. Verhandlungspreis: 125 000 Euro. Der Wagen hat viel erlebt, egal ob auf Mallorca, Sylt oder in St. Tropez, sein Auto habe er immer einfliegen und pflegen lassen

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Einmal hat er seinen Rolls Royce richtig getreten. Mit Tempo 220 ist Rolf Eden über den Asphalt der Autobahn geflogen, „aber das fand ich anstrengend, ich bin kein Raser, sondern Genießer“, sagt Eden. 77 Jahre ist er nun alt, und Rolf Eden ist mehr als nur „Berlins letzter Playboy“, siebenfacher Vater, Immobilien-Geschäftsmann, Disko-König – Rolf Eden ist auch Autofreak. Bei jeder Party fuhr er immer mit seinem schweren, dunkelblauen Rolls Royce vor.

Doch nun kommt der Wagen weg: „Ich verkaufe meinen Rolls Royce“, sagt er. Verhandlungspreis: 125 000 Euro. Der Wagen hat viel erlebt, egal ob auf Mallorca, Sylt oder in St. Tropez, sein Auto habe er immer einfliegen und pflegen lassen. „14 Jahre hatte ich den Wagen, ich habe die schönsten Frauen der Welt neben mir sitzen gehabt – ein tolles Auto.“

Sein Cabriolet „Corniche IV“, so nennt sich das Modell, sei Baujahr ’65, ohne Unfall, „hat nur ein paar Kratzer“. Gelaufene Kilometer: 80 000. PS: „Enough“, genug also. Autos liebt Eden schon lange, sein erster Wagen – eine kleine Isetta – habe 3000 Mark gekostet, erzählt er, „ich war jung, hatte aber schon meine Disko ,Old Eden’ und konnte mir die Monatsrate von 150 Mark leisten“. Damit kann er heute umgerechnet nicht mal volltanken.

Ein neuer, schwarzer Rolls Royce stehe aber schon vor der Tür seines Häuschens im Berliner Südwesten, sagt er. Eine wichtige Fahrt steht in einigen Monaten an: „Ich heirate am 20. Dezember meine Freundin Brigitte“, sagt er. Wo, wird noch nicht verraten. Aber dass er heiraten will, darf allein schon als Sensation gelten. Denn getraut hat er sich noch nie.

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