Stadtleben : Rollende Knollennasen

Mit zweirädrigen Segways, das sind Selbstbalance–Roller mit Elektroantrieb, fuhren gestern Artisten des Schweizer Zirkus Salto Natale durch die Stadt – um ein wenig Berlin zu erkunden und Reklame für ihr Programm „Synfunia“ zu machen. Diese Show begeistert seit ihrer Premiere am Leipziger Platz das verwöhnte Berliner Publikum getreu dem Motto „schräg, schrill, schön“ mit einem Programm, das dem herkömmlichen Zirkus eine ganz neue Dimension eröffnet: Keine Tiere, keine Pferdeäpfel, keine Segespäne, dafür jede Menge Slapstick, viel selbstironischer Humor, atemberaubendes Tempo, tolle Musik und vor allem: Weltklasse-Artistik im Chapiteau. Die gefeierten Schweizer unter der Leitung von Gregory Knie gastieren bis zum 27. April auf dem Platz, der ab dem Frühjahr 2009 bebaut wird. Bis dahin steht das Areal mit der Zustimmung des neuen Besitzers und künftigen Bauherrn Orco weiteren Veranstaltern zur Verfügung, Anfragen gibt es genug. Doch was kommt danach? Die zugebaute Stadtmitte wird womöglich zirzensische Lustbarkeiten an die Peripherie verdrängen. Oder sie finden nahe dem Haupt- oder am Ostbahnhof noch ein Plätzchen. . . Lo.

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