Stadtleben : Scheinangriff beim Sommerfest

So laut, wie es am Spreeufer knallte und donnerte, sah es fast aus, als wollten die Berliner Geschäftsleute das Gewerkschaftshaus angreifen. Letztendlich setzten sie das Verdi-Gebäude aber nur freundschaftlich ins rechte Licht – mit einem riesigen Feuerwerk, einem der Höhepunkte beim Sommerfest des Vereins der Berliner Kaufleute und Industriellen (VBKI). 700 Gäste waren zur Party ins Radialsystem an der Holzmarktstraße gekommen, das am Spreeufer vis-à-vis von Verdi liegt. Für den Verein war das Fest eine Premiere. Denn während der VBKI-Ball um den März herum längst fester Bestandteil des Berliner Gesellschaftslebens ist, feierten im Sommer bisher nur die Junioren des Vereins. Jetzt zog der komplette VBKI nach. „Es wäre schön, wenn wir damit eine neue Tradition begründen, denn bisher gibt es in Berlin zu wenig große Sommerfeste“, sagte Vizepräsidentin Petra Gothe. Die Gelegenheit zum Feiern nutzten etwa FDP-Fraktionschef Martin Lindner und sein Pendant bei den Grünen, Volker Ratzmann, die sich intensiv unterhielten. Ebenso kamen Hertha- Geschäftsführer Ingo Schiller und Eric Schweitzer, Präsident der Berliner IHK. Auch Walter Momper freute sich über das Sommerfest. „Jetzt sind noch alle Leute vom Urlaub gut erholt. Da lässt es sich entspannt feiern.“ Allerdings wehte es von der Spree etwas kühl hinauf auf die Terrasse des Radialsystems, so dass zumindest die weiblichen Gäste die sommerlich gebräunte Haut mit Schals und Jacken bedecken mussten. Drinnen war es dafür umso wärmer, denn nach dem Buffet mit argentinischem Entrecote, Salaten und Creme bruleé wurde zur Musik von Craig Lees & Ambiance getanzt. sop

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