Stadtleben : Schlag auf Schlag

Weltmeister siegten bei Ruderregatta am Wannsee

Frank Bachner

Beim Start stiegen sogar kleine Fontänen auf. Das lag an der Kraft, mit der einige Besatzungsmitglieder ihre Ruder ins Wasser stießen, und an den relativ hohen Wellen morgens um neun Uhr im Wannsee in der Nähe der Wannseebrücke. Die Bedingungen waren nicht optimal bei der siebten internationalen Regatta „Rund um Wannsee“, die der Berliner Ruder-Club ausrichtete. Symbolträchtig zum Tag der deutschen Einheit führte die Strecke durch West- und Ostberliner Gebiet, 15 Kilometer insgesamt. Beim Massenstart legten 30 Achter los, eine Mischung aus großer Unterhaltung und ernsthaftem Sport. Denn am Ende kam ein All-Star-Achter als erstes Boot über die imaginäre Ziellinie vor dem idyllischen Vereinsgelände des Berliner Ruder-Clubs am Kleinen Wannsee. In diesem Achter saßen unter anderem mehrere Weltmeister, darunter Ulf Siemens aus Deutschland. Bester Frauen-Achter war ein All-Star-Boot, in dem auch die erfolgreichste Ruderin der Welt, Kathrin Boron aus Potsdam, saß. Rund 100 weitere Boote aus vielen Vereinen erreichten nach einer Sternfahrt das Gelände des Berliner Ruder-Clubs. Wie anstrengend die Strecke war, zeigte später der Kommentar eines Sportlers vom Ruderclub Wittenberge: „Ich bin froh, dass ich noch lebe.“Frank Bachner

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