Stadtleben : Schluss mit BMX und Skateboard in Köpenick: Mellowpark muss umziehen

Die Skateboards und BMX-Räder werden bald eingepackt. Die Jugendfreizeiteinrichtung Mellowpark muss im Sommer nächsten Jahres umziehen. Jetzt sollen die Betreiber von „all eins e. V“ auf einer Fläche hinter dem Rathaus Treptow am Plänterwald dauerhaft eine neue Bleibe finden. „Wir arbeiten fieberhaft daran“, sagte Schulstadtrat Dirk Retzlaff. Angedacht ist eine Kooperation mit der Sophie-Brahe-Realschule, die Gemeinschaftsschule werden soll. So sollen beispielsweise Sportstätten gemeinsam genutzt werden. „Wir brauchen nicht zwei Fußballfelder nebeneinander“, sagte Retzlaff. Das Gelände komme auch dem Platzanspruch des Mellowparks von 6000 bis 9000 Quadratmetern entgegen.

„All eins“ geht das alles jedoch etwas schnell. „Es ist überhaupt noch nichts spruchreif“, sagte Vorstandsmitglied Hans Friedrich. Seit der Eröffnung im Jahr 2001 war eigentlich allen Beteiligten klar, dass dieser Tag kommen wird. Denn das Gelände an der Friedrichshagener Straße im Ortsteil Köpenick-Altstadt war nur zur Zwischennutzung vorgesehen. „Aber dass es so Knall auf Fall geht, hätten wir nicht gedacht“, sagte Friedrich. Obwohl nach der kommenden Sommersaison definitiv Schluss ist, würde er sich lieber mehr Zeit bei der Suche lassen. „Wir haben Angst, dass wir an der Stelle nicht den Zuspruch der Jugendlichen bekommen.“ Es würde die 15 000 Besucher pro Saison, Veranstaltungen nicht mitgerechnet, nicht zum Bleiben einladen. Das ist aber der Anspruch: „Bei uns sollen sich Jugendkulturen treffen.“

Der Park muss weichen, weil der Flächennutzungsplan geändert werden soll. Auf dem Nachbargelände, wo früher die Fotochemischen Werke standen, soll dann gehobener Wohnungsbau möglich sein. Dafür stellt der Park jedoch ein Lärmproblem dar. An neuer Stelle hätte sich das erübrigt. „Die Lärmgutachten sind schon erstellt“, sagte Retzlaff. mj

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