Spreepark : Horrorshow mit Marc Terenzi im Plänterwald

Ein rostiges Riesenrad im Wald, eine mit Moos überwachsene Wildwasserbahn und eine Geisterbahn, die verrottet. Die Untergangsatmosphäre im Plänterwald ist bereits spürbar, im Herbst soll die passende Show dazukommen.

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Marc Terenzi Foto: ddp
Marc TerenziFoto: ddp

Marc Terenzi, 33, Sänger und ehemals mit Sarah Connor liiert, will offenbar seine „Horror Nights“ im Spreepark aufführen. „Die Show wird auf Europa-Tour gehen, und Berlin soll eine Station werden“, bestätigt Terenzis Assistentin Denise Höfer. „Der Plänterwald wäre eine tolle Location.“ Terenzi soll vor einem halben Jahr in eine Wohnung im Sony Center gezogen sein.

Auch Gerd Emge ist zuversichtlich. Seine Firma bewacht das 30 Hektar große Gelände und ist auch für Veranstaltungen zuständig. „Die Chancen sind sehr, sehr groß, dass die Verhandlungen zum Abschluss kommen“, sagt Emge. Im September könnte die Show Premiere feiern. Geplant sei ein Format wie im „Europa Park“ in Rust – dort war die Show über mehrere Monate freitags bis sonntags zu sehen, bei Eintrittspreisen von 15 bis 20 Euro. Es gab stets auch Sonderprogramme: etwa die Horrorshow on Ice oder den Vampire’s Club mit Terenzi am DJ-Pult

Der Spreepark vor und nach dem Brand
Einsatz in der Nacht: Am 11. August 2014 standen im Spreepark die Kulissen des Dorfes „Alt-England“ in Flammen. Foto: Snapshot-Photography/SeeligerWeitere Bilder anzeigen
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11.08.2014 08:40Einsatz in der Nacht: Am 11. August 2014 standen im Spreepark die Kulissen des Dorfes „Alt-England“ in Flammen.

Der Popsänger („Love To Be Loved By You“) führt seine „Horror Nights“ bereits seit 2007 in Rust auf. Gemeinsam mit Geschäftspartner Michael Mack konzipierten sie eine Mischung aus Horrormusical und Geisterbahn, der Besucher findet sich zwischen Zombies und Vampiren wieder. 150 Akteure wirken an der Inszenierung mit, 25 Kilogramm Schminke werden pro Show verbraucht. In diesem Jahr stellten sie mit 55 000 Besuchern einen neuen Besucherrekord auf.

Vor gut zehn Jahren, im November 2001, waren im Spreepark die Lichter ausgegangen, seither verfiel der Park. Erst in den vergangenen drei Jahren tat sich was: 2009 war der Park wieder für Besucher zugänglich, in diesem Jahr nutzte das Theater Hebbel am Ufer das Areal für das „Luna Park“-Festival. Auch Konzerte und Partys fanden nun statt – und seit April gibt es das „Café Mythos“. Dank der Betreiber des Cafés, das derzeit sonntags von 11 bis 17 Uhr (allerdings nicht am Neujahrstag) geöffnet ist, nahm auch die Spreepark-Bahn wieder Fahrt auf: Für zwei Euro kann man durch den Park fahren. Terenzis Show wäre nicht die erste Gruselinszenierung: Im Jahr 1978 wurde dort die DDR-Erfolgsserie „Spuk unterm Riesenrad“ gedreht. (jut)

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