Staatsoper : Domingo legt seine Stimme tiefer

Er hat mehr Rollen gesungen als jeder Tenor vor ihm. 130 sollen es inzwischen sein. Die Neugier von Plácido Domingo ist ungebrochen.

An der Staatsoper Unter den Linden debütiert er unter dem Dirigat von Daniel Barenboim als Bariton – in der Titelrolle von Verdis „Simon Boccanegra“. Domingo und Barenboim sind seit 40 Jahren befreundet, das schafft Vertrauen beim Erkunden von stimmlichem Neuland. Hiesigen Regisseuren wollte sich Domingo lieber nicht ausliefern. „Lasst uns eine traditionelle Inszenierung machen“, forderte der Star. Die liefert der italienische Regisseur Federico Tiezzi in Kostümen des 14. Jahrhunderts. Der Rest ist Schwärmen. Barenboim preist Domingo als Bereicherung für Ensemble und Orchester, Domingo lobt die mediterrane Stimme von Anja Harteros, die gerade zur „Opernsängerin des Jahres“ gekürt wurde. Die Premiere am 24. Oktober ist ausverkauft. UA

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