STADTLICHTER STADTMENSCHEN : Kein Kidman-Dreh in früherem KZ

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Literatur auf der Strecke.

Schöne Idee der Jungautoren von S3 Literaturwerke. Einfach um 20.01 Uhr am Bahnhof Ostkreuz rein in die S 41. Da beginnt im letzten Wagen heute eine Ringbahnlesung. Fahrausweis mitbringen!

Zweimal Wies’n in Berlin.

Die Bayern haben zwar das Original, doch Maßkrüge beim Oktoberfest stemmen geht auch in Preußen. In der Spandauer Altstadt ist heute um 19 Uhr Herbstbockanstich beim Oktoberfest am Brauhaus und auf dem Zentralen Festplatz am Kurt-Schumacher Damm 207 in Reinickendorf rufen heute um 15.50 Uhr Schausteller bei freiem Eintritt „Anjezapft isset!“.

Die May kommt. „Sach nich ümma Muddi zu mir“ nölt Gisela May immer so schön in der Krimiserie „Adelheid und ihre Mörder“. Die Brecht-Schauspielerin liest heute um 19 Uhr im Kulturzentrum Ratz-Fatz, Schnellerstraße 81 in Schöneweide, aus ihrer Autobiographie „Es wechseln die Zeiten“. Mit 5 Euro sind Sie dabei.

Basilika barock.

Heute erklingt das traditionelle jährliche Klassikkonzert der Freien Volksbühne Berlin. Die Lautten Compagney spielt um 20 Uhr in der Basilika des Bode-Museums auf der Museumsinsel Barockes von Heinrich Schütz. Karten für 25 Euro unter 86 00 93 51.

Samba do Wuhlheide

. Brasilianische Kreistänze sind einer der Höhepunkte bei „Samba Syndrom“. Das Festival der Sambagruppen schüttelt bis Sonntag das FEZ an der Wuhlheide 197 durch. Workshops für alle Altersklassen, Filme, Vorträge, Gesang und Tanz gibt es Sonnabend ab 13 Uhr und Sonntag ab 10 Uhr bei den kostenlosen Familientag. Für die fetzigen Abendshows sind 10 Euro fällig: Um 20 Uhr gibt’s heute viel Percussion bei „Feira Brasileira“ und morgen bei „Brazil live“.

Ganz klar russisch.

Im Berliner Dom am Lustgarten tritt heute um 20 der Chor des Sretensky-Klosters Moskau auf – erstmals in Deutschland. Die 42 für ihren glasklaren, kraftvollen und beseelten Gesang gefeierten Mönche singen byzantinische und russische Choräle und Volkslieder. Ob wohl auch „Kalinka“ dabei ist? Karten zwischen 14 und 37 Euro gibt es an der Abendkasse.

Männer sind wie Pfirsiche.

Das findet jedenfalls Tagesspiegel-Autor Harald Martenstein. Am Sonnabend um 20 Uhr stellt er im Renaissance-Theater seinen gleichnamigen Kolumnenband vor. Unterstützt wird er dabei von Schauspielerinnen wie Meret Becker und Anna Thalbach. Und auch Tatort-Kommissar Boris Aljinovic ist für 18 Euro Eintritt zu hören. Karten unter Tel. 312 42 02.

Vögel mit Zuglust.

Bald machen sich die ersten Piepmätze davon. Höchste Zeit also, sie Sonntag um 11 Uhr bei der vogelkundlichen Wanderung des Museumsdorfes Düppel, Clauertstraße 11, zu besuchen. Da ist außerdem ab 10 Uhr großer Markt- und Erntetag. Eintritt wie immer 2 Euro. gba

Weitere Tipps stehen donnerstags in unserem Veranstaltungsmagazin Ticket.

Die Produzenten des Films „Der Vorleser“ haben keine Drehgenehmigung für das ehemalige KZ Sachsenhausen erhalten. Man vergebe großzügig Drehgenehmigungen für Dokumentarfilme, als Spielfilmkulisse solle ein früheres KZ jedoch nicht dienen, sagte ein Sprecher der Gedenkstätte. Orte wie Sachsenhausen seien Friedhöfe nicht nur im symbolischen, sondern auch im tatsächlichen Sinne.

Der Film nach der Romanvorlage von Bernhard Schlink wird seit kurzem in Berlin und Görlitz gedreht. „Der Vorleser“ behandelt den Umgang mit der NS-Vergangenheit im Deutschland der 50er Jahre. Nicole Kidman spielt die Rolle der Hannah Schmitz, die eine Affäre mit einem 15 Jahre jüngeren Jungen eingeht. Weder die jüngsten deutschen Produktionen „Die Fälscher“ oder „Am Ende kommen Touristen“ noch der Steven-Spielberg-Film „Schindlers Liste“ sind in KZ-Gedenkstätten gedreht worden. mga

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