STADTLICHTER STADTMENSCHEN : Lila Chips für Fontane

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Zu Ronja in den Räuberwald.

Im FEZ Wuhlheide steigt am Samstagabend eine Familienparty nach Räuberart. Bei dem Fest mit Ronja, Lovis und Mattis können Kinder Räuberlieder und Tänze lernen, Tau ziehen, Horn blasen, Wackerstein laufen und Goldbeutel basteln. Dazu gibt es Mittelaltermusik live. Beginn ist um 18 Uhr, der Eintritt kostet pro Person zwei oder pro Familie fünf Euro. Weitere Infos: www.fez-berlin.de. obs

Wilde Mischung.

Am heutigen Donnerstag kommt es im Club Tresor (Köpenicker Straße 70 in Mitte) zu einem Stilmix unterschiedlichster Musikrichtungen. Bekannte Berliner DJs wie Sylvie Marks und Dana stehen hinterm Plattenteller, dazu gibt es Liveauftritte von Alexander von Schlieffen an der Gitarre sowie einer klassischen Sopranistin. Der Eintritt kostet zehn Euro, bis 23.30 Uhr kommt man für die Hälfte rein. Das ganze Programm kann man unter www.tresorberlin.de nachlesen. sel

Dass Theodor Fontane auf seinen Wanderungen einmal in den Genuss von lila Kartoffelchips gekommen ist, darf bezweifelt werden. Aber selbst wenn man nach historischen Vorgaben speist, sind Zugeständnisse an den Geschmack der Moderne erlaubt. Und die Speisekarte, die als Vorlage für ein Menü diente, zu dem der baden-württembergische Metall-Unternehmer Reinhold Würth und seine Frau Carmen 145 Gäste aus Politik und Wirtschaft in die Repräsentanz ihres Unternehmens nach Schwanenwerder eingeladen hatten, stammte aus dem Jahr 1907, als in Neuruppin mit einem Festessen das Fontane-Denkmal eingeweiht wurde. Diese Karte hatten Würths entdeckt, als sie vor vier Jahren Neuruppin besuchten. Dabei entstand die Idee, zum hundertsten Geburtstag des Denkmals das Menü nachkochen zu lassen. Aus der „Kraftbrühe mit Rindermark“ wurde „Essenz von der Rinderhesse mit Markklößchen, kleiner Toast mit Rindermark und gebackene Croquette“, ein „Junger Gänsebraten“ firmierte nach 100 Jahren als „Sommergans leicht geschmort, Gänsejus mit Beifuß und lila Kartoffelchips“. Zwischen den Gängen führte das „Fontane-Ensemble Berlin“ unter anderem „Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ auf, das bekanntlich entstanden ist, als an die Erfindung der Speisekarten-Lyrik noch nicht zu denken war. Bi

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