STADTMENSCHEN : Darauf ein großes Guinness

Mit Fußball reißt man Herzen mit. Das können auch Frauen. Die irische Präsidentin Mary McAleese führte es im Rahmen ihres Staatsbesuches im Ballsaal des Adlon vor. Dort hatten sich auf Einladung von Botschafter David Donoghue und seiner Frau Jill in Deutschland lebende Iren versammelt. Nach der kurzen Begrüßung auf Gälisch sprach die Präsidentin auf Englisch weiter und brachte mit einer blitzgeschwinden Salve von Witzen, in denen es anfangs vor allem um Gaelic Football ging, ihre Gäste immer wieder zum Lachen. Auch der hinter ihr am Rednerpult stehende Ehemann Martin McAleese mischte sich mal in die Ansprache ein. In ihrer von großer Herzlichkeit und typischer Erzählfreude geprägten Rede dankte sie ihren Landsleuten, dass sie in Deutschland „dem Herzen Irlands ein Gesicht“ geben. Auch von den Veränderungen in ihrem Land erzählte sie und von der Bedeutung, die für sie Brücken aus Freundschaft haben, Begegnungen voller Neugier und Offenheit. „Je weniger Fremde es gibt auf diesem Planeten, desto weniger Probleme gibt es auch.“Viele ihrer Landsleute drängten sich, um ein Foto mit der Präsidentin zu machen. Die Harfenspielerin hatte Mühe, sich gegen die fröhliche Atmosphäre durchzusetzen. Von Deutschland zeigte sich die Präsidentin ausgesprochen angetan, hatte einige persönliche Erinnerungen im Gepäck. „Wir haben uns hier auf Anhieb komplett zu Hause gefühlt.“ Die „vibrierende Atmosphäre“ der Stadt hat sie offenbar berührt. Es müsse gut sein, einen solchen Vorrat an schönen Erinnerungen zu besitzen, wie ihn die Menschen hier nach der Wiedervereinigung sammeln konnten. Bi

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