STADTMENSCHEN  : Ein Mercedes für den BMW-Chef

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Foto: Thilo Rückeis

Mit einer noblen Geste ging die Aidsgala in der Deutschen Oper in der Nacht zum Sonntag in die Schlussrunde. BMWChef Hans-Reiner Schröder hatte das Los mit der vielversprechenden Nummer 77 gezogen. Was er tun würde, wenn er den Hauptpreis, ein Sondermodell des SLK Roadster des Konkurrenten Mercedes-Benz für 49 000 Euro, gewinnen würde? „Den könnte ich ja dann verschrotten“, frotzelte er fröhlich. Tatsächlich war die Doppelsieben seine Glücksnummer, und das nahm Schröder zum Anlass, für die nächste Tombola ein BMW-Motorrad zu stiften. Wenn Glück dazu führt, dass Gutes vermehrt wird, hat es seinen Zweck erfüllt. Für Schröder war es ohnehin ein Glücksjahr: Er wurde Vater. Außerdem hat er sich bei vielen Galas für wohltätige Zwecke intensiv engagiert. Glück ist also nicht nur launisch, sondern zeigt auch mal Sinn für Gerechtigkeit und baute hier eine schöne Brücke zwischen zwei Konkurrenten, die ja beide stolz auf sich sein können.

Gestärkt von Currywurst, tanzten die Gäste nach dem Auftritt der No Angels in den Morgen. Die Initiatoren der Gala, Alard von Rohr und Alfred Weiss, wurden gelobt für den Wegfall der Pause und die Straffung des Redenprogramms. Auch die Leichtigkeit des teils aus Operetten generierten Arienprogramms gefiel. Max Raabe war witzig wie nie in der Nachfolge von Loriots Anmerkungen zur Oper. Zu Beginn seiner Ansprache führte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit eine Etikettevariante vor, indem er den Vizekanzler persönlich begrüßte, aber dabei nicht nur Guido Westerwelle ansprach, sondern auch seinen Partner, den Sportmanager Michael Mronz. Bi

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