STADTMENSCHEN  : Endlich ungeschminkt

Mit Weihnachten hatte Barbara Schöneberger noch nie viel am Hut. Dennoch hatte sie kein Problem bei der Arbeit zu dem animierten Adventsfilm "Niko - ein Rentier hebt ab".

Eva Kalwa
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"Viele Stunden Filme gucken - das ist was für Männer." - Barbara SchönebergerFoto: dpa

Mit Weihnachten hatte Barbara Schöneberger noch nie viel am Hut. „Goldene Dekorationen oder dergleichen hatte ich nie, und der Weihnachtsbaum fliegt am 26. 12. sofort wieder raus“, erzählt die Fernsehmoderatorin, Schauspielerin und Sängerin. Kein Problem hingegen hatte sie bei der Arbeit zu dem animierten Adventsfilm „Niko – ein Rentier hebt ab“, der am heutigen Donnerstag ins Kino kommt: Als Schöneberger im Advent 2008 das Wieselmädchen Wilma synchronisierte, gab es dazu jede Menge Weihnachtsplätzchen und Kerzen. „Da bin selbst ich in Stimmung gekommen.“

Überhaupt sei es einfach gewesen, Wilma, die Freundin des Rentieres Niko, der endlich seinen Vater im Gespann des Weihnachtsmannes kennenlernen möchte, zu sprechen. „Sie ist so frech und fröhlich wie ich“, sagt die 35-Jährige. Außerdem habe es ihr gefallen, als Sprecherin auch mal ungeschminkt zur Arbeit gehen zu können. Auch an Berlin mag sie das Ungeschminkte. „Moabit, Oranienplatz – ich habe schon überall gewohnt, wo man nicht wohnen will“, sagt sie. „Berlin bedeutet gelebte Freiheit, hier kann man tausend Leben leben.“ Gern besucht sie die Deutsche Oper, die Philharmonie oder auch den Quatsch Comedy Club im Friedrichstadtpalast. Die Entscheidung für Berlin hat sie ganz spontan gefällt, nur einen Tag nachdem sie am Brandenburger Tor zum Jahreswechsel 2000/2001 die Silvestergala moderiert hat. „Damals war mir klar – hier muss ich hin“, so Schöneberger.

Ob sie Charlottenburg auch mit ihrem adligen Ehemann, dem sie vor kurzem auf einem Schloss in Mecklenburg-Vorpommern das Jawort gegeben hat, treu bleiben wird, ist nicht bekannt. Eins dürfte klar sein: Auf kuschelige DVD-Abende sollte sich der Angetraute nicht freuen: „Mehrere Stunden Filme gucken – das ist doch bloß was für Männer, wie langweilig“, sagt Schöneberger mit einem Augenzwinkern.

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