STADTMENSCHEN : Goldener Hallervorden

Ein Festmenü der besonderen Art soll heute in der Pommernallee 2-4 serviert werden. Der Hausherr persönlich will es kredenzen. „Stationen eines Komödianten“ heißt das reichhaltige Unterhaltungsmenü, das Dieter Hallervorden in seinem Kabarett „Die „Wühlmäuse“ anrichten will. Mit „feinen Novitäten“ will das Comedy-Urgestein den Abend würzen, der der Tatsache gewidmet ist, dass der Hallervorden in diesem Jahr 50 Jahre auf der Bühne steht. Mit „Nonstop Nonsens“ feierte er einst Riesenerfolge. Sein Image als ulkender „Didi“ wurde er seither nicht mehr los, obwohl der studierte Romanist tapfer dagegen ankämpfte. Geboren wurde Hallervorden in Dessau. Im vorigen Jahr wurde er dort zum Ehrenbürger ernannt. Vielleicht könnte sich Berlin ein Beispiel daran nehmen, denn seit 1958, nachdem Hallervorden in den Westen „rübergemacht war“, lebt er in der Stadt. Mittlerweile teilt sich der Komödiant mit seiner zweiten Frau Elena und dem neunjährigen Sohn Johannes das Jahr sozusagen fürstlich auf – er pendelt zwischen der Wilmersdorfer Altbauwohnung und einem Schlösschen in der Bretagne. Dort wächst sein „Fitnessprogramm“ und „Jungbrunnen“ zweisprachig auf – so nennt Hallervorden seinen jüngsten Nachwuchs, für den er in seiner ersten Ehe auch zweimal sorgte. „Mit 70 hat man noch Träume“ titelte Hallervorden im September 2005 seine TV-Gala zum 70. Geburstag. Zum 50-jährigen Bühnenjubiläum lädt er seine Gäste zu einer Kreuz(undquer)fahrt durch die „Stationen eines Komödianten“ ein. Das wollen sich am 8. Februar Gäste und Kollegen wie Heinz Rudolf Kunze, Franziska Troegner, Frank Zander und Jeanette Biedermann nicht entgehen lassen (Kartentelefon: 3067 3011). hema

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben