Stadtmenschen : Hallo Nachbarn!

Der Mann macht für Geld wirklich alles. Kurt Krömer, Fernsehclown und nicht im Bezirk lebender Neuköllner der Herzen, lud am Sonntag zur Benefizgala "Pimp my Ghetto" in den Admiralspalast.

Kroemer
Kurt Krömer -Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Die mit dem bunten Abend eingespielte Kohle überweist Quartierspate Kutte an den Körnerkiez, wo er unter anderem den Kinderlesezirkel und die Medienwerkstatt im Nachbarschaftsheim Neukölln unterstützt. Und damit das nicht so ein „staatstragender Gala-Scheiß“ wird, wie Krömer vorher vorsorglich klarstellte, hatte er sich eine schräge Sympathisantenbande auf die Bühne geladen: unter anderem Schlagerheini Bernhard Brink, den frisch zu einer Geldstrafe verknackten Rüpel und Rapper Sido mit der beim Stockcarrennen auf Pro 7 geklemmten Hand, Sänger Olli Schulz, Faselhans und Schauspieler Rolf Zacher, Ades Zabel alias Edith Schröder und seine Kabarettisten-Kollegin Gabi Decker. Wie Krömer den Mix seiner All-Star-Truppe für Neukölln konzipiert hat? „Janz einfach danach, wen ick jekriegt hab“, sagt er. Mit Bernhard Brink wollte Krömer, der Frank Sinatra vom Hermannplatz, gern dessen bekanntesten Nummer-Eins-Hit singen. „Aber der hatte gar keinen.“ Also schmetterten sie „Ich wär so gern wie Du“. Zur allgemeinen Erheiterung der zahlenden Berliner und geladenen Promis wie Oliver Korittke, Stefan Kretzschmar, Minu Barati Fischer, Anna Maria Mühe oder Cinema Bizarre gab es außer Krömers nonchalanter Moderation auch eine lustige Tombola. Mehr als 200 Preise gab’s zu gewinnen, darunter einen Motorroller und ein Meet and Greet mit der Popband A-ha. Zehntausende Euros wollte Nachbar Krömer mit der Gala einspielen, voll und spaßig genug war’s jedenfalls.gba

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