STADTMENSCHEN : Keine halbe Sache

Abba-Stars bei der „Mamma-mia“-Premiere

Glauben wir den Berichten aus der Immobilienbranche, dann ist halb Skandinavien derzeit in der Stadt unterwegs, um einzukaufen: Häuser, Wohnungen, ja, ganze Siedlungen übernehmen Dänen und vor allem Schweden, weil alles so schön billig ist in Berlin. Ausgerechnet zwei der bekanntesten Schweden haben sich daran bisher noch nicht beteiligt. Ganz im Gegenteil, sie gaben am Wochenende frank und frei zu, seit 1974 nicht mehr hier gewesen zu sein: Björn Ulvaeus und Anni-Frid Reuss, 50 Prozent des Pop-Quartetts Abba, war Berlin bislang weder eine Eigentumswohnung noch eine Reise wert. Das kann sich jetzt schlagartig ändern. Denn seit Sonntag steht das Musical „Mamma Mia“ auf dem Programm des Theaters am Potsdamer Platz, das musikmäßig auf nahezu allen Hits der wohl (zumindest finanziell gesehen) erfolgreichsten Schweden aller Zeiten aufbaut. Ulvaeus und Reuss, die der Unterhaltungskonzern „Stage Entertainment“ zur Berliner Premiere des Stücks in die Stadt einlud, und die somit für den nötigen A-Promi-Status auf dem ausgerollten roten Teppich sorgen sollten, organisierte für die beiden auch ein kleines Besuchsprogramm: Brandenburger Tor, Reichstag … Das Ganze wurde den staunenden Fans und Autogrammjägern als touristisches Programm verkauft. Insider aber wissen: So beginnen Makler und Immobilienfüchse auch jedesmal, wenn sie Ausländern ihre Angebotspaletten ausbreiten. Für sie ist es nur schwer vorstellbar, dass die beiden Trendsetter von einst ausgerechnet den aktuellen skandinavischen Trend zur Zweitwohnung in Berlin verschlafen wollen. Am Premierenwochenende wohnten beide übrigens im Hyatt. Das, so ist zu hören, steht allerdings nicht zum Verkauf. oew

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