STADTMENSCHEN : Lucy von No Angels ist verliebt in den Blaubären

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Foto: ddp

Ganz schön seltsam, was Fantasiewesen wie Berghutzen so sexy finden. Und noch viel seltsamer, dass ausgerechnet ein Song, der „Blau muss mein Geliebter sein“ heißt, Lucy Diakovska, 32, von den No Angels dazu bewogen hat, zum ersten Mal bei einem Kindermusical mitzumachen. Das tolle, explosive Lied habe den Ausschlag gegeben, sagt sie bei den Proben zu „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“, die gerade im Ballhaus Rixdorf am Kottbusser Damm laufen. Da spielt und singt Diakovska nämlich die Berghutze Fredda. Was ist das denn? „Das hässlichste Wesen, dass es in Zamonien gibt“, sagt sie, und findet’s spaßig, dass ihr wirrer roter Lockenschopf den struppigen Zotteln des Ganzkörperhutzenkostüms ähnelt. Zamonien ist das schräge Fantasieland, in dem die Neuauflage des Käpt’n-Blaubär-Musicals spielt, das 2006 schon mal in Köln zu sehen war. Am zweiten Weihnachtstag ist im Velodrom Premiere der Neuproduktion und zugleich Start einer Deutschlandtournee. Regie führen die Berliner Musiktheaterprofis Andreas Gergen und Christian Struppeck. Berghutze Fredda übrigens ist natürlich unsterblich in den Blaubären verliebt, daher auch der Songtext. Wie Lucy Diakovskas Geliebter sein muss? „Geliebte“, verbessert die offen lesbisch lebende Frau und entscheidet sich dann für „liebevoll und zärtlich“. Zu den Proben in Neukölln hat sie’s gar nicht weit. Seit einem Jahr wohnt zumindest ein Mitglied von Deutschlands erfolgreichster Girlband in Berlin. In Mitte, sagt die gebürtige Bulgarin, die ihre Musicalausbildung in Hamburg gemacht hat, und prustet los: „Ich bin ja ’ne alte Ostblock-Tussi.“ gba

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