STADTMENSCHEN : Menschliches auf Schwanenwerder

Die ersten Deutschen, die Polens Außenpolitiker Wladyslaw Bartoszewski kennengelernt hat, waren deutsche Besatzungssoldaten. Die Geschwister Scholl waren die Idole des Mannes, der sich als „Mensch, Pole, Europäer und Katholik“ beschreibt und Auschwitz überlebte. 1995 war er der erste Pole, der im Bundestag Bedauern über die Vertreibung äußerte. Mit 86 Jahren brillierte er am Mittwochabend im Salon von Barbara Monheim auf Schwanenwerder. Der außenpolitische Berater des Ministerpräsidenten Donald Tusk stellte in dem von Tagesspiegel-Herausgeber Hermann Rudolph moderierten Gespräch gleich am Anfang fest, dass er sich nicht im „Herbst der Hoffnungen“ befinde, wie es der Titel eines Buches nahelege, sondern „im Frühling meines Lebens“. Das floskelfreie, auf wesentlich Menschliches konzentrierte Gespräch genossen unter anderem Wolfgang Schäuble, Gesine Schwan, Polens Botschafter Marek Prawda, Jörg Schönbohm und der Verleger Klaus G. Saur. Auf die Frage nach seiner Gesinnung antwortete Bartoszewski mal: „Es lohnt sich, anständig zu sein.“ Auch das wurde thematisiert und blieb bis zum sehr anständigen Boeuf Stroganoff des Kochs der polnischen Botschaft Motto des Salons. Bi

Seinen Umzug aus München feierte das Internet-Magazin „Tomorrow“ mit einer Welcome-Party in einem Medienhaus in der Genthiner Straße. Chefredakteur rgen Bruckmeier will nun in „Deutschlands digitaler Hauptstadt“ durchstarten. Bi

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