STADTMENSCHEN : Neuanfang mit 87 Jahren

Für Anfänge ist es nie zu spät. Mit 87 Jahren ist Chia Erber Autorin geworden. Inspiriert hat sie ihr Sohn, der langjährige Protokollchef des Auswärtigen Amtes, Bernhard von der Planitz. Der Titel des Büchleins, dessen erste Auflage als Privatdruck erschien, lautet „ ...und irgendwie beschützt“ und basiert auf einem alten Tagebuch. In einer klaren literarischen Sprache erzählt die Autorin vom Ende des Krieges, vom Verlust des Ehemannes, von der Flucht mit dem kleinen Sohn. Die positive Lebenseinstellung, die „all das Schwere, genug, um es auf ein ganzes Leben zu verteilen“, immer wieder besiegt, ist vielleicht der eindrucksvollste Aspekt dieses Werkes. Auch Berlin unmittelbar nach dem Krieg spielt eine Rolle, die Kultur, die Zerstörung, vor allem aber die Atmosphäre: „Die Stadt half mir, meine alte Leichtigkeit und meinen Schwung wiederzufinden.“ Bi

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