STADTMENSCHEN  : Ökumenische Party

305658_0_f5cbaf88.jpg
Foto: dpadpa

Die braunen Haare sind nach der Tonsur wieder gewachsen, und das Gesicht ist nicht länger kalkweis: Sehr päpstlich sieht Johanna Wokalek bei der Premiere des Films „Die Päpstin“ am Montagabend im Sony-Center am Potsdamer Platz gar nicht aus. Nur ihre Augen blicken genauso freundlich-selbstbewusst wie in Sönke Wortmanns neuem Film, in dem die 34-jährige Schauspielerin die Päpstin Johanna spielt und der nach einem Historienroman der Amerikanerin Donna Woolfolk Cross entstand. „Die innere Stärke dieser Frauenfigur ist sehr berührend“, sagte Wokalek über ihre Hauptrolle, in der sie ab Donnerstag im Kino zu sehen ist.

Auch US-Schauspieler John Goodman („O Brother, Where Art Thou?"), der den Papst Sergius mit viel Augenzwinkern gibt, ist zur Premiere gekommen. Genauso wie der Australier David Wenham („Der Herr der Ringe“) und die Autorin selbst. „Ich nahm den historischen Kern – die mögliche Existenz einer als Mann verkleideten Päpstin im 9. Jahrhundert – und fügte ihm Lachen und Herz und Tränen hinzu“, sagt Cross über ihren Roman. Als Ort für die Premierenfeier wurde die evangelische Heilig- Kreuz-Kirche in Kreuzberg ausgewählt. Eine Art ökumenischer Party also, zu der unter anderem Til Schweiger und Michael „Bully“ Herbig kommen wollten. eve

Rezension des Films auf Seite 19

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben