STADTMENSCHEN  : „Oxygène“ und die ewige Jugend

Für einen Musiker, der schon vor mehr als einer Million Menschen gleichzeitig aufgetreten ist, ist Jean Michel Jarre sehr unglamourös.

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Foto: ddpddp

Erst bemerkt ihn kaum jemand, als er am Mittwochmorgen in die Max-Schmeling-Halle kommt, und dann wackelt er unruhig mit den Knien, als die Fotografen ihn umzingeln. Jarre wirbt für seine „World Tour 2010“. Es ist seine erste Welttournee – 34 Jahre nachdem die fremdartigen, sphärisch-weichen Klänge von „Oxygène“ erstmals aus den Radios blubberten. Seitdem hat der Franzose 60 Millionen CDs verkauft und ein paar eventtechnische Denkmäler in die Welt gesetzt: in Houston die größte je in Amerika gesehene Lasershow, in Paris das gewaltigste Klang- und Lichtspektakel der französischen Geschichte, in Moskau mit 3,5 Millionen Zuschauern eines der größten Konzerte überhaupt. Jetzt endlich, sagt Jarre, seien die Hallen technisch gut genug, „um die Magie eines Outdoor-Konzerts in einen vor Wind und Wetter geschützten Raum zu holen“. Dann muss er noch mal fürs TV posieren. Ein guter Moment, seine Managerin zu fragen, ob der optisch schätzungsweise 41-Jährige wirklich schon 61 ist. „Aber ja!“, sagt sie. „Sie sollten mal seine Mutter sehen. Die wird bald 100 und sieht aus wie 60.“obs

Jean Michel Jarre, 05.03.2010, 20 Uhr, Max-Schmeling-Halle, Karten ca. 43–88 €

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