STADTMENSCHEN  : Promi-Nacht im Technikmuseum: Wowereit feierte mit Sportlern

Eva Kalwa

Was schenkt man einem, der mit einem kanariengelben T-Shirt, auf dem „Ich bin ein Berlino“ steht, ins Olympiastadion kommt und dann einen neuen, fulminanten Weltrekord über 200 Meter aufstellt?

Auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat sich darüber seine Gedanken gemacht und auf der Langen Nacht der Leichtathletik im Deutschen Technikmuseum am Freitag das Ergebnis seiner Überlegungen verkündet: Ein Stück von der Berliner Mauer soll es sein, das Wowereit Usain Bolt heute am Abschlusstag der WM überreichen will. Wie groß dies sein wird, steht allerdings noch nicht fest.

Wowereit selbst war bei der WM jeden Tag im Stadion, erzählte er, und sprach in einer kurzen Rede als Gastgeber des Empfangs den Zuschauern und Volunteers bei der WM „ein großes Kompliment für ihre Begeisterungsfähigkeit und ihren Einsatz“ aus. Neben Vertretern der IAAF, des IOC und des Berliner WM-Organisationskomitees waren auch der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP), FDP-Parteichef Guido Westerwelle und Sportsenator Ehrhart Körting (SPD) sowie weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft und viele Athleten anwesend. Darunter auch zwei der vier Pechjungs des Halbfinals im Vier-mal-400-Meter-Staffellauf – trotz des verpatzten dritten Wechsels ließen Marius Broening und Martin Keller sich die Feierlaune nicht ganz verderben. Und Steffi Nerius war da, die am Dienstag im Speerwurf die erste Goldmedaille für Deutschland bei der WM holte. Entspannt plauderte sie bei einem Glas Weißwein mit Wowereit über ihren Sieg und den dritten Platz von Raul Spank, den dieser wenige Stunden zuvor im Hochsprung errungen hatte.

Wowereit selbst war auch am Tag danach auf WM-Kurs: Am Mittag machte er mit Gästen aus Südkorea, dem Ausrichter der nächsten WM im Jahr 2011, eine Bootstour rund um den Reichstag. Dann gab er nach dem Marathonlauf der Männer um 15.45 Uhr am Brandenburger Tor den Startschuss zum Champions Run, einem Jedermann-Lauf durch die Innenstadt über zehn Kilometer zugunsten der Welthungerhilfe. Und danach ging es ins Stadion, zum vorletzten Wettkampftag. Unter anderem mit der Berlinerin Betty Heidler, der amtierenden Weltmeisterin im Hammerwurf, und dem dritten WM-Lauf von Bolt beim Vier- mal-400-Meter-Staffelfinale. Eva Kalwa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben