STADTMENSCHEN : Roncalli verzaubert das Tempodrom

Bis zum 6. Januar 2008 feiert Bernhard Paul am Anhalter Bahnhof wieder „paradiesische Weihnachten mit den Berlinern“. Mit diesem Anspruch hatte der löwenmähnige Zirkus-Prinzipal 2004 erstmals das Tempodrom in seinen Weihnachtscircus Roncalli verwandelt. Am Sonnabend feierte die vierte Auflage der circensischen Verzauberung Premiere – „die Berliner sind ein tolles, fachkundiges Publikum“, lobte ein glücklicher Roncalli-Chef die Besucher. Zu den aus so berufenem Mund als kenntnisreich gelobten Gästen zählte am Abend ganz sicher die ehemalige First Lady Christina Rau und ihr Sohn Philipp. Dessen Vater, der verstorbene Bundespräsident Johannes Rau, war nicht nur ein Duzfreund von Bernhard Paul, sondern wie die ganze Familie auch bekennender Roncalli-Fan. Am diesjährigen weihnachtlichen Programm hätte er sicher seine helle Freude gehabt – so wie Schauspieler Jürgen Vogel, der mit Kind und Kegel da war, die „Jedermann“-Regisseurin Brigitte Grothum oder der Sänger Ben. Er trug wie immer Wollmütze im wahrlich mehr als gut temperierten Tempodrom. In dem wurde es zur Premiere vielen Zuschauern zusätzlich heiß – etwa beim Auftritt der Khaylafovs. Die siebenköpfige Artistengruppe aus Russland gilt als weltbeste Perchenummer – geradezu halsbrecherisch springen und turnen die Männer an ihren acht Meter hohen Kletterstangen herum. Warm ums Herz lässt es am Abend die Clownlegende Pic dem Publikum mit seiner poetischen Seifenblasenvorführung werden. Auch Zebras auf zwei Beinen gibt es zu bewundern sowie eine entzückende Ponyschule und wunderbar tanzende – echte – andalusische Pferde. Bei der anschließenden Premierenparty für geladene Gäste gab es auch einen Tanz – den ums Buffet. Nur der Roncalli-Chef verzichtete – „ich geh jetzt zum Italiener“, machte sich Bernhard Paul bald aus dem Staub. hema

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