STADTMENSCHEN : Sir Peter verlässt Berlin

Für manchen Stammgast des alljährlichen Empfangs zum Geburtstag der britischen Königin, bedeutet der Toast auf Elizabeth II. ein ähnlich liebes Ritual wie, sagen wir, das erste Spargelessen. Bei diesem Empfang wechseln die Häppchen, aber Erdbeeren mit Sahne gehören immer dazu. Vielleicht wegen Wimbledon. In seiner kurzen Ansprache vor dem Abspielen der britischen und der deutschen Nationalhymne (auf den Bundespräsidenten wird nämlich auch angestoßen), gab der Botschafter etwas bekannt, was viele Gäste mit Bedauern aufnahmen. Dies sei der letzte Empfang, zu dem er in die Berliner Residenz eingeladen habe, sagte Sir Peter Torry. Im September nämlich ende nach viereinhalb Jahren seine Amtszeit in Berlin. Bevor er betonte, dass die Beziehungen zwischen beiden Ländern nie besser gewesen seien und Großbritannien und Deutschland natürliche Partner seien, obwohl eine solche Partnerschaft auch viel Arbeit erfordere, ging er auf die schöne Residenz ein, in deren Garten der Empfang immer stattfindet. Dort hat sogar die Queen höchstselbst mal gewohnt. Allerdings nicht bei dem letzten großen und sehr glanzvollen Staatsbesuch im November 2004, der sicher der Höhepunkt in der Berlinzeit von Sir Peter und Lady Angela Torry war. Oft bekomme er von Besuchern zu hören, was für ein tolles Haus er habe und immer antworte er: „Wenn es doch nur meines wäre!“ Besonders Hund Barney werde es sehr vermissen. Der trug, wie es sich für einen patriotischen britischen Hund bei diesem Anlass gehört, eine blauweißrote Schleife statt Halsband und ließ sich dankbar von mitfühlenden Gästen mit Würstchen füttern. Unter denen, die in hellen Sommeroutfits den Grunewalder Abend auf dem makellosen englischen Rasen genossen, waren Jürgen Schlaeger vom Großbritannienzentrum, Andreas Graf von Hardenberg und Frau Isa, der Protokollchef des Bundespräsidenten Martin Löer. Ex-Minister Otto Schily und VBKI-Präsident Klaus von der Heyde. Bi

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