Stadtmenschen : Staubige Grüße aus der Mongolei

Jeden Tag meldet sich Axel Bahr in seinem Internet-Tagebuch zu Wort, wenn denn die Satellitenverbindung mitspielt. Bahr, 46, fährt gerade mit dem Motorrad nach Ulan Bator, Mongolei – wobei: Genau genommen lässt der Kommunikationschef der Alba-Gruppe sich fahren.

Bahr
Da war es noch heil. Axel Bahr und sein Motorrad. -Foto: Mike Wolff

Jeden Tag meldet sich Axel Bahr in seinem Internet-Tagebuch zu Wort, wenn denn die Satellitenverbindung mitspielt. Bahr, 46, fährt gerade mit dem Motorrad nach Ulan Bator, Mongolei – wobei: Genau genommen lässt der Kommunikationschef der Alba-Gruppe sich fahren.

Sein Motorrad – eine BMW GS 1200 Adventure – ist nämlich kaputt, und so hat er Ulan Bator im Laster eines Mongolen erreicht („Ich habe die Wüste Gobi unterschätzt“). Bahr fährt, wie berichtet, für einen guten Zweck, für den Verein „Kinderleben – Tagesklinik für krebskranke Kinder“ der Charité. 13 700 Kilometer hat er hinter sich, und für jeden gefahrenen Kilometer gibt es pro Tag symbolisch einen Euro auf der Spendenuhr. Dafür kann Bahr schon mal in Kauf nehmen, dass er stets nur Hammelfleisch und vergorene Stutenmilch („kein Hochgenuss, aber trinkbar“) bekommt. Immerhin: Der Mechaniker in der örtlichen Mercedes-Autowerkstatt hat das Motorrad repariert, Bahr kann sich also auf den Heimweg machen – „im Stehen“, weil die Piste so löchrig ist. AG

Das lesenswerte Tagebuch: www.kilometer-fuer-kinderleben.de

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