STADTMENSCHEN : Unter die Räuber gefallen

Sind Räuber die besseren Menschen? Bei Robin Hood gilt das als sicher, auch der Kollege Hotzenplotz wird trotz seiner Pfefferpistole eher positiv gesehen, und selbst den Entenhausener Panzerknackern kann eigentlich nur Onkel Dagobert richtig böse sein. Auch die Titelhelden des 1963 erschienenen Kinderbuchs „Die drei Räuber“ von Tomi Ungerer erfreuen sich nachhaltiger Popularität, längst ist das Buch ein Klassiker, mit über 500 000 verkauften Exemplaren. Eine Verfilmung war da überfällig, gestern Nachmittag endlich konnte ihre Premiere gefeiert werden, im Kino in der Kulturbrauerei. An ihren hohen schwarzen Mützen – offenbar die traditionelle Räubermode - waren die Beteiligten leicht zu erkennen, vorneweg der Zeichner Ungerer, der nicht nur die Vorlage für den unter der Regie von Hayo Freitag entstandenen Trickfilm geliefert, sondern auch gleich den Erzähler gesprochen hatte. Katharina Thalbach, Stimme von Räuber Donnerjakob war da, ebenso Joachim Król (Räuber Malente), Bela B. Felsenheimer von den Ärzten (Räuber Flinn) und natürlich die kleine Elena Kreil. Als Waisenkind Tiffany lässt sie sich begeistert von den Räubern entführen, um so dem drohenden Kinderheim zu entgehen. ac

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