STADTMENSCHEN : Was Gitte Haenning will

Den Cowboy als Mann will sie längst nicht mehr. Mit dem gesungenen Wunsch war die Dänin Gitte Haenning 1963 zum Schlagerliebling der Deutschen geworden. Wunschlos ist sie trotzdem nicht – „Ich will …“ heißt ihr Programm, das am Dienstagabend im Tipi, dem Zelt am Kanzleramt, Berlin-Premiere feierte. Nicht abergläubisch von dreizehn jungen Musikern begleitet, sang sich der Schlagerstar, der längst auch als Jazzröhre bekannt ist, durch die Stationen einer musikalischen Karriere, die schon mit acht Jahren begann. Und zelebrierte dabei auf der Bühne das, was sie sang: ,,Ich will leben und mich geben, wie ich bin.“ Das wurde der scheinbar alterslosen strubbelhaarigen Wahlberlinerin am Abend gelohnt – mit Beifallsrufen, -pfeifen und -klatschen, unter anderen von Sabine Christiansens Ex Theo Baltz und dessen Ehefrau Ulla Kock am Brink, auch von TV-Kommissar Jaecki Schwarz, der eisern Mineralwasser statt Alkohol frönt, und den beiden Berliner Schönheitsmachern Udo Walz und René Koch. Zur anschließenden Aftershowparty, wie eine Premierenfeier heutzutage auf Neudeutsch heißt, wurde Gitte natürlich auch viel geküsst und umarmt – so von Frank Zander. Der Sänger war im Tipi auch auf Werbetour – für seine 2000 Gänsekeulen, die er Weihnachten wieder Obdachlosen servieren will, suchte er Helfer. Paul von Schell sah aus, als suche er Trost. Seine Hilde fehlt ihm nach fünf Jahren noch immer. Am 30. November kann man den Witwer in der Urania erleben – die Hildegard Knef gewidmete Multimediashow hat ihr Ehemann zusammen mit Thomas Jost entwickelt und bei etlichen Gastspielen schon mal außerhalb Berlins mit gutem Erfolg getestet. hema

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