STADTMENSCHEN : Wenn der Berg ständig ruft

Florian Lukas ist jetzt Kletterfan

Sebastian Leber

Früher war Florian Lukas nie in den Bergen. Da gab es für ihn nur den Prenzlauer Berg, sagt er. Jetzt ist das anders: Inzwischen ist der Berliner Schauspieler klettersüchtig.

Schuld ist der Kinofilm „Nordwand“, der am Donnerstagabend im Cinestar am Potsdamer Platz Premiere feiern sollte. Alle wichtigen Darsteller hatten sich angekündigt: Benno Fürmann, Johanna Wokalek, Ulrich Tukur und eben auch Lukas. Der 35-Jährige und Fürmann spielen in „Nordwand“ die zwei Bergsteiger, die 1936 die Ersterklimmung der Eiger-Nordwand wagten. Ein Jahr vor Drehbeginn begann Lukas mit dem Training – und zwar in freier Natur im Berliner Umland. Wobei die Klettermöglichkeiten begrenzt sind: die höchste Erhebung Brandenburgs ist der Kutschenberg mit 200,7 Meter Höhe in der Oberlausitz – zum Vergleich: Die Eiger-Spitze hat 3970 Meter. Deshalb wurden die gefährlichsten Szene auf dem Eiger von Doubles gespielt, Lukas und Fürmann durften an weniger steilen Hängen ran. Und es gab „orkanartige Schneestürme im Kältestudio“, sagt Florian Lukas.

Auch nach Drehende klettert Lukas weiter. Den Eiger hat er inzwischen privat erklommen – mit Kolja Brandt, dem „Nordwand“-Kameramann. Allerdings sind die beiden über die Ostseite geklettert. Auf der Spitze musste Lukas weinen. Das ist ihm vorher nicht mal bei der Geburt seiner zwei Töchter passiert.

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