STADTMENSCHEN  : Wenn Hoteliers bei sich zu Gast sind

Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) charterte zu seinem Neujahrsempfang den größten Kongresssaal der Stadt im Maritim-Hotel in der Stauffenbergstraße.

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Willy Weiland

Bei dieser Veranstaltung fühlen sich die Gäste wie zu Hause und unter ihresgleichen: Hier genossen Hoteliers und Gastronomen mit Senatoren, Abgeordneten und Bezirksbürgermeistern jene Gastfreundschaft, die sie selbst für Berlin-Gäste aus aller Welt anbieten. Und da auch im vergangenen Jahr die Zahl der Übernachtungen mit mehr als 17 Millionen weiter gestiegen ist, konnte Willy Weiland, Dehoga-Präsident und Direktor des Hotels Interconti, von einem positiven Jahresabschluss sprechen. „Berlin ist eine starke Marke, ein touristischer Star, und darauf werden wir auch weiterhin bauen“, sagt er. Die Wirtschaftskrise hat sich bisher nicht nennenswert bemerkbar gemacht. Auch zum Jahresende kamen die Gäste, um den Berliner Winterzauber oder die Jahresend-Partymeile zu erleben. In Berlin waren letztes Jahr 658 Beherbergungsbetriebe geöffnet, immerhin 66 mehr als 2007. Gästebetten gibt es mittlerweile 97700, sie waren zu 45 Prozent ausgelastet. Willy Weiland riet seinen Kollegen: „Nehmen Sie das Wort Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich ernst, wir haben die Leistung und müssen mit dem Preis nicht weiter runtergehen“. Beim Nichtraucherschutz bemüht sich die Hauptstadt weiter um einen Kompromiss: Kleine Kneipen mit bis zu 75 Quadratmetern könnten in Zukunft als Raucherkneipen ausgewiesen werden, Abgeordnetenhaus-Präsident Walter Momper sieht gute Chancen, dass die Politiker hier im Interesse der Berliner Tradition aktiv werden: „Ist schließlich das Wohnzimmer des einfachen Berliners.“ Lo.

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