STADTMENSCHEN : Winterspaß im Olympiastadion

Hinter dem Marathontor geht langsam die Sonne unter, ein Fuchs schleicht über den Rasen und der würzige Duft des Barbecues weht über das Olympiastadion. Auf der Südtribüne stehen elegant gekleidete Menschen und lauschen der sanften Musik der Alex Lovich Band in der Jesse- Owens-Lounge, sie plaudern, lachen und trinken Wein.

Der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) um seinen Präsidenten Klaus von der Heyde hätte sich für sein Sommerfest an diesem Wochenende kaum einen schöneren Abend aussuchen können. Wintersport ist das letzte, woran man hier denken mag.

Und doch steht drinnen in der Olympia-Lounge ein kleiner Wintersportparcours aus Sportsimulatoren, an denen man Bobfahren, Biathlon und Eisschnelllaufen trainieren kann. Der aktuelle Anlass war dieser: Der VBKI fördert zukünftig das Team Vancouver, das aus Berliner Athleten mit ernsthaften Qualifizierungschancen für die Olympischen Winterspiele 2010 besteht.

Im Team sind die Eisschnellläufer Lucille Opitz, Jenny Wolf, Tobias Schneider und Samuel Schwarz, die Eishockey-Nationalspielerinnen Nina Kamenik und Miriam Kresse sowie die Eiskunstläufer Peter Liebers und Philipp Tischendorf. An den Simulatoren helfen die jungen Sportler den Gästen mit Tipps und Tricks. „Ich versuche schon die ganze Zeit herauszubekommen, wie man bei dieser Simulation hinfällt – es klappt einfach nicht“, sagt Opitz an den Spielgeräten und lacht. Zu den zahlreichen Gästen am Parcours zählen auch Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke), die Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (Linke), der Staatssekretär für Inneres und Sport, Thomas Härtel und die Präsidentin der Universität Potsdam, Sabine Kunst.

Der Verein Berliner Kaufleute fördert des Team Vancouver zunächst mit 30 000 Euro. Dazu kommen die 14 000 Euro aus dem Tombola-Erlös des Sommerfests, sagte Pressesprecher Ilan Kiesling. eve

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