STADTMENSCHEN : Zum Jubiläum zwei Platanen

Die richtige „Location“ ist der halbe Erfolg, auch wenn der Ort die neudeutsche Vokabel souverän abweist. Aber dass die Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten am Sonnabendabend ihr 25-jähriges Bestehen in der Orangerie im Park von Sanssouci begingen, grenzte schon an einen Glücksfall. Sonst das Winterquartier der Pflanzen, bot sie das ideale Ambiente für den gewünschten festlichen Abend: schöne, klare Architektur, die im Laufe des Abends ein sanftes Rosa annahm, fünfhundert Gäste an weiß gedeckten Tischen, dekoriert von der KPM, dazu die Gerüste im Hintergrund – Erinnerung an die permanente Aufgabe der Restaurierung von Schlössern und Gärten. Und dafür ist der Verein ja da.

Dann muss man nur noch Redner haben, die den Ton der Stunde so gut treffen wie die an diesem Abend: Andreas Graf von Hardenberg, der Vorsitzende, mit der Würdigung der Leistung dieses Vierteljahrhunderts und dem Dank an die vielen, die dazu beigetragen haben; Alt-Bundespräsident und Vereins-Ehrenpräsident Richard von Weizsäcker, von Anfang an dabei, ganz Würde und Wärme; der langjährige Vorsitzende Thomas Gaehtgens, inzwischen Leiter des berühmten Getty Research Institute ins Los Angeles, der den Blick auf die Aufgaben des Denkmalschutzes in der ganzen Welt lenkte. Und die Freunde mit der Versicherung erfreute, dass er auf seinem Weg zwischen den Kontinenten die preußischen Schlösser und Gärten „in Kopf und Herzen“ behalten habe.

Graf Hardenberg verkündete auch das nächste Förderprojekt: die Restaurierung des Mausoleums für Königin Luise im Schlosspark Charlottenburg, Termin Luise-Jahr 2010. Schlösser-Generaldirektor Hartmut Dorgerloh revanchierte sich mit zwei Platanen, die zur Erinnerung an das Jubiläum gepflanzt werden sollen. Dann ging der Abend über in das Erlebnis von Schloss und Park, wundersam eingetaucht in Nacht und Licht. Rdh.

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