STADTMENSCHEN : Zur Integration gehören zwei

Seit 25 Jahren gibt es die „Berliner Gesellschaft Türkischer Mediziner e. V.“ Den Gründern, türkischstämmigen Ärztinnen und Ärzten, war aufgefallen, dass ihre des Deutschen kaum mächtigen Landsleute im Krankheitsfall nur schwer Ansprechpartner und Hilfe fanden. Aus der damaligen Initiative hat sich eine Organisation entwickelt, die überaus engagiert und erfolgreich mit Berliner sozialen und karitativen Organisationen, aber auch mit Krankenkassen und staatlichen Stellen zusammenarbeitet. Jetzt wurde die Gesellschaft durch die Helga- und Edzard-Reuter-Stiftung mit dem Stifterpreis 2008 geehrt. Für seine Arbeiten zur Integration in einer multikulturellen Gesellschaft wurde der Kölner Erziehungswissenschaftler Wolf-Dieter Bukow ausgezeichnet. Die mit jeweils 15 000 Euro dotierten Preise übergaben die Stifter, Helga und Edzard Reuter jetzt im Max-Liebermann-Haus am Brandenburger Tor. Bundestagspräsidentin a. D. Rita Süss muth merkte in ihrer Festansprache kritisch an, dass in Deutschland über die gescheiterten Integrationsversuche sehr breit, über die vielen gelungenen aber nur sehr selten gesprochen würde. Integrationserfolg sei nicht nur vom Willen der Migranten, sondern genauso stark von der Bereitschaft der aufnehmenden Gesellschaft abhängig. Unter den Gästen Monika Grütters, die Hausherrin der Stiftung „Brandenburger Tor“ der Bankgeselschaft, der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening, seine Vorgängerin im Amt, Barbara John, und der frühere CDU-Fraktionschef im Abgeordnetenhaus, Klaus Landowsky. apz

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