Störfeuer : Cruise-Film unter scharfem Beschuss

Das Team des Stauffenberg-Films war gerade in Dreharbeiten vertieft. Dann wurden sie unsanft gestört, als auf einmal echte Schüsse krachten.

Gerrit Koy
Crusie Foto: ddp
Unter Stress. Immer wieder kommt es bei den Dreharbeiten zu Störungen. -Foto: ddp

BerlinWahrscheinlich werden sich alle Beteiligten nach dem Ende der Dreharbeiten des Stauffenberg-Films mit Tom Cruise dreimal bekreuzigen, sofern sie nicht zu Scientology gehören. Denn der Dreh steht unter einem schlechten Stern. Nachdem sich am vergangenen Sonntag bereits elf Komparsen bei einem Unfall verletzt hatten und nun mit Schadenersatzforderungen drohen, musste der Dreh am Donnerstag erneut unterbrochen werden.

Das Team hatte sich gerade versammelt, als auf einmal Schüsse krachten, die nicht aus den Filmgewehren stammten. Auf dem Nachbargrundstück hatte eine Frau die Erlaubnis zum Abschuss eines Wildschweins erhalten, das dort bereits einige Zeit sein Unwesen trieb. Gestern dann hatte das letzte Stündlein des Keilers geschlagen, als ihn ein herbeigeeilter Jäger mit mehreren gezielten Schüssen in den Wildschwein-Himmel schickte. Dies war gleichzeitig das letzte Stündlein für die Filmszene, die gerade aufgenommen werden sollte. Im Gegensatz zum Keiler bekam die Szene aber noch eine weitere Chance. Ob der Film diese zweite Chance verdient hat oder am Ende nicht doch eher das Wildschwein, wird sich erst nach Abschluss der Dreharbeiten feststellen lassen.

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