Stadtleben : Studenten machten Welle

Jungstars bei Premiere von „Berlin am Meer“

Sie sind Mitte 20, machen teilweise selbst Musik, und mit der Liebe wird jeder schon seine Erfahrungen gemacht haben: Die Ähnlichkeit zwischen den Schauspielern des Films „Berlin am Meer“ und den Charakteren, die sie auf der Leinwand mimen, ist nicht zu übersehen. Gestern Abend bei der Premiere im Colosseum-Kino an der Schönhauser Allee amüsierten sich die Hauptdarsteller Robert Stadlober, Jana Pallaske und Axel Schreiber gemeinsam auf dem roten Teppich. Schreiber war angesichts des freundlichen Empfangs vor dem Kino sogar richtig euphorisch: Um mindestens „fünf Millionen Autogramme“ sei er auf dem Weg in den Saal gebeten worden, scherzte er. Als ihm dann auch noch seine Eltern ein Fotoalbum mit Bildern seiner bisherigen Karrierestationen – von der Schauspielschule über „Türkisch für Anfänger“ bis eben zu den Dreharbeiten von „Berlin am Meer“ – überreichten, war es um den 27-Jährigen vollends geschehen. Gegen Axel Schreiber wirkten die anderen Premierengäste, darunter die Schauspieler Matthias Schloo („Berlin, Berlin“) und Tom Schilling („Egoshooter“), fast unterkühlt.

Der Name des Films täuscht übrigens: Um Wasser geht es bei „Berlin am Meer“ nur am Rande. Ein Floß auf der Spree und das Badeschiff vor der Treptower Arena dienten als Kulissen. Wirklich interessieren die Hauptfigur Tom (Robert Stadlober) seine Musik und die Liebe. Beides betreibt er mit mäßigem Erfolg: Musikhochschulen lehnen ihn ab, die Zuneigung der neuen WG-Mitbewohnerin Mavie (Anna Brüggemann) versteht er nicht recht. Karriere oder Freundschaft, Familie oder Freizeit: Die Irrungen und Wirrungen im Leben von Tom und seinen Freunden liefern genug Stoff für einen typischen Berliner Studentensommer.

Lokalkolorit hat auch die Musik zum Film. Neben Jeans Team und Hund am Strand steuerte auch Spitting Off Tall Buildings, die Ex-Band von Jana Pallaske, einen Song bei. Berlin, das ist für die Clique um Tom und Malte selbstverständlich die „coolste City des Universums“ – zu Lande und am Wasser. Ab morgen ist der Film in den deutschen Kinos zu sehen. cko

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