Tarantino in Berlin : "Sie bekommen jetzt Schundfilm-Erfahrung"

US-Regisseur Quentin Tarantino hat bei einer Sondervorführung seines neuen Films "Death Proof" das Kinopublikum amüsiert.

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Quentin Tarantino in Berlin. -Foto: dpa

Berlin US-Kultregisseur Quentin Tarantino (44) hat bei einer Berliner Sondervorführung seines neuen Films "Death Proof" (Todsicher) das Kinopublikum prächtig als Alleinunterhalter amüsiert. Während einer kleinen technischen Panne beim Filmstart stürmte Tarantino ("Pulp Fiction", "Kill Bill") kichernd auf die Bühne vor der Leinwand, verbeugte sich und hielt einen heiteren Vortrag über die US-Schundfilme der 60er und 70er Jahre. "Das waren absolut bescheuerte Streifen, die mit drei Kopien ein Dreivierteljahr in den miesesten Theatern liefen", sagte Tarantino. Sein Film werde nun daran erinnern. "Sie bekommen jetzt also echte Schundfilm-Erfahrung", ergänzte Tarantino.

Nach der kleinen Startpanne sah er sich einen Teil seines Films im Stehen an, tanzte ein wenig zur Musik und fragte ein paar Kinozuschauer, was in ihren Getränkebechern sei. Denn in "Death Proof" spielt Tarantino den Barkeeper. "Nicht fahren und trinken, das ist die Lehre dieses Films", warnte er nach der Vorstellung, die von einem psychopathischen Stuntman, bösen Unfällen und wilden Autoverfolgungsjagden handelt. "Da gibt es keine Computertricks. Die Schauspieler sind mit 100 Meilen in der Stunde Auto gefahren und ich habe sie samt Kamera mit 110 Meilen in der Stunde überholt", berichtete der Regisseur aufgekratzt. "Wo ist hier eigentlich die nächste Autobahn?"

Er könne beim Drehbuchschreiben eigentlich nur über sich selbst schreiben, berichtete Tarantino. Nur ein Erlebnis fehle ihm. Er sei noch nie so zusammengeschlagen worden wie Schauspieler Kurt Russell in "Death Proof", bekannte der Regisseur mit einem Augenzwinkern. Sein Film ist am vergangenen Donnerstag in den deutschen Kinos angelaufen. Tarantino will sich nun in Berlin weiter amüsieren. (mit dpa)

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