Tempelhof-Schöneberg : Sperrbezirk gegen Großbordell?

Der Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg, Ekkehard Band, schließt Berlins ersten Prostitutions-Sperrbezirk im Kiez an der Potsdamer Straße nicht mehr aus. Das geplante Bordell ist an dieser Stelle baurechtlich zulässig.

Bordell
Sex gegen Geld: Über dem Shop soll ein Bordell eröffnen. Die Anwohner wollen das nicht.Foto: Spiekermann-Klaas

Berlin  Auch wenn dies in Berlin bislang nicht gewollt wurde, müsse man überlegen, ob das eine Lösung sein könne, sagte Band der "Berliner Morgenpost". Ein Bordellbetreiber will im ehemaligen Wegert-Haus an der Ecke Kurfürstenstraße und Potsdamer Straße auf drei Etagen ein sogenanntes Laufhaus-Bordell mit 40 Zimmern einrichten. Gegen diesen Plan protestieren Anwohner und Geschäftsleute.

Das Bezirksamt hat bereits zugesagt, das Großbordell nicht zu genehmigen. Die rechtliche Lage sei aber nicht einfach, da ein Bordell an dieser Stelle baurechtlich zulässig sei, betonte Band. Er wolle das Thema mit einer Arbeitsgruppe, die sich erstmals am 2. November trifft, erörtern. Dabei soll auch die Frage nach einem Sperrbezirk diskutiert werden.

Im Gebiet um die Kurfürstenstraße an der Grenze zwischen den Bezirken Mitte und Tempelhof-Schöneberg befindet sich neben der Oranienburger Straße und der Straße des 17. Juni der größte Straßenstrich Berlins. In der Hauptstadt gibt es bislang keinen Sperrbezirk, in dem Prostitution verboten ist. (mit ddp)  

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