Tempodrom : Was für ein Zirkus

Roncalli zieht Weihnachten ins Tempodrom - zum fünften Mal. Vom 18. Dezember bis zum 4. Januar gastiert der Zirkus mit einem eigens für Berlin zusammengestellten Programm in der Deutschlandhalle.

Heidemarie Mazuhn

"Ein Bier auf dem Oktoberfest ist teurer als die billigste Eintrittskarte bei uns", sagte gestern Roncalli-Chef Bernhard Paul im Tempodrom. Mit Eintrittspreisen ab 17,90 Euro hinkte der Vergleich von Zirkus mit Bier dann zwar etwas, aber mit vielen Ermäßigungen soll sich Berliner Familien dann doch ein noch recht erschwingliches Weihnachtsvergnügen am Anhalter Bahnhof anbieten. Dort setzt Roncalli mit seinem Weihnachtszirkus vom 18. Dezember bis zum 4. Januar kommenden Jahres zum nunmehr bereits fünften Mal die jahrzehntelange Berliner Tradition der Deutschlandhalle fort.

Eine weibliche "menschliche Kanonenkugel", singende und jonglierende Seelöwen, deren einer aus der TV-Serie "Hallo Robbie" bekannt ist, und acht Vertreter der legendären Artistenfamilie Wallenda, die sich ohne Netz auf dem Hochseil zu einer dreistufigen Pyramide formieren, gehören diesmal zu den zirzensischen Höhepunkten, mit denen Bernhard Paul den Berlinern die Weihnachtszeit im Tempodrom verzaubern will.

Staunen, lachen und träumen sollen sie - zum Beispiel auch über die Darbietung "Rigolos Sanddornbalance". "Ich selbst habe so eine Nummer noch nie gesehen", schwärmte gestern der löwenmähnige Roncalli-Chef von der in der Schweiz gefundenen Mischung aus Zirkuspoesie und Tempeltanz. Sein gestern geäußerter Anspruch für das eigens für Berlin zusammengestellte Weihnachtscircusprogramm mit 40 Künstlern aus 15 Ländern lautet: "Wenn das Kleinkind und der Intellektuelle an der gleichen Stelle lachen, dann ist es richtig".

Für das Lachen ist bei Roncalli ein beim Zirkusfestival von Monaco goldgekrönter Star-Clown zuständig - David Larible. Als Schwager sozusagen ein Familienmitglied - mit Elaine Larible hat Bernhard Paul gleich drei Mal vorgesorgt, dass es auch in 50 Jahren noch Roncalli gibt. Wie der stolze Vater gestern verkündete, sind die 19-jährige Vivien, der 17-jährige Adrian und die zehnjährige Lilian "wild entschlossen", den Zirkus weiterzuführen. Das lernen sie augenblicklich "von der Pike" auf - vom letzten Nagel bis zum Computer-Ticketsystem und vom Einsatz im Orchester bis zum Kellnern im Zirkuscafé

Karten im Vorverkauf und unter der Rufnummer: 01805-44 70.

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