''The Dome''-Konzert : Amy Macdonald fliegt nach Berlin und sieht immer nur Hotelzimmer

Für das Musikevent "The Dome" haben sich viele bekannte Künstler angekündigt. Auch die schottische Sängerin Amy Macdonald wird da sein.

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Foto: dpa

Amy Macdonald hat ein Zeitproblem: Gern würde die schottische Sängerin viel mehr Songs schreiben und auch öfter mal zur Glasgower Uni gehen, wo sie sich vor zwei Jahren für ein Studium der Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Geografie eingeschrieben hat. Und die 22-Jährige möchte endlich Zeit haben, Berlin etwas kennenzulernen. Obwohl sie hier bereits mehrfach aufgetreten ist und Anfang 2009 in der O2-World den Echo als „Beste Newcomerin international“ entgegennahm, hatte sie noch keine Gelegenheit, sich in dieser, wie sie findet, „fantastisch weltoffen wirkenden Stadt“ umzuschauen. Aber seit zwei Jahren ist Macdonalds Tourkalender stets randvoll, und so wird sie auch am Freitag im Rahmen ihres Auftritts bei der Musikshow „The Dome 53” wieder nicht viel mehr von Berlin sehen als den Backstage-Bereich, die Bühne des Velodrom und ihr Hotelzimmer.

„Ich finde es sehr schade, dass ich all die interessanten Orte auf der Welt, an denen ich spielen darf, nicht besser kennenlerne“, sagt Macdonald, deren Englisch unverkennbar schottisch klingt: Das „r“ rollt zwischen gedehnten Vokalen, und es wimmelt von „ch”- und „ui“-Lauten, was es ungeübten Ohren nicht immer leicht macht, die kleinen persönlichen Anekdoten zu verstehen, die Macdonald so gern auf ihren Konzerten erzählt. Am Freitag wird sie für ihre Geschichten ebenfalls kaum Zeit haben, denn sie stellt dann nur einen einzigen Song vor, „Don‘t tell me that it‘s over” aus ihrem zweiten Album „A curious thing“, das am 12. März erscheint. Das Debütalbum von 2008 stand 36 Wochen in den Top Ten der deutschen Albumcharts, der Nachfolger soll satter klingen und temporeicher sein. Die neuen Songs hat sie in Tourpausen geschrieben und dann direkt mit ihrer Band einstudiert, so dass sie für eine Tournee mit dem neuen Album bereits gut vorbereitet ist. Und daher müssen ihre Berliner Fans auf einen weiteren Auftritt voraussichtlich auch nicht lange warten: „Ich plane auf jeden Fall, in diesem Jahr noch mal wiederzukommen – für ein richtiges Konzert“, sagt die Sängerin.

Auch die anderen Künstler absolvieren bei „The Dome” nur Kurzauftritte. Für die 53. Ausgabe der seit 1997 stattfindenden Veranstaltung haben sich unter anderem Xavier Naidoo, die Hamburger von Fettes Brot mit dem Titel „Jein 2010“, die dänische Sängerin Aura Dione mit ihrem „Song for Sophie“ angekündigt sowie Frauenarzt & Manny Marc, die beiden Elektroprollrapper aus Tempelhof. eve

5. März, 19 Uhr, Velodrom am S-Bahnhof Landsberger Allee, Prenzlauer Berg. Tickets von 35 – 40 Euro unter Telefon 44 30 44 30 oder auf www.berlin-ticket.de.

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