TONPROBE : Von Neil Young bis Willy De Ville

Montag



Alles zwischen wortakrobatischer Musikcomedy und binsenweiser Liedermacherei bei „Lüüls’s Live Lounge“: Der Chef der 17 Hippies lädt Danny Dziuk, Popette Betancor, Stephan Gatti und andere zum freundschaftlichen Songcontest ein (20 Uhr, BKA, Mehringdamm 34 in Kreuzberg).

Dienstag

Wer die durchgeknallten Funk-Glamrock-Metal-DiscoSpinner von Chrome Hoof bei der „Transmediale“ verpasst hat, wird sich über die rasche Nachholgelegenheit freuen. (22 Uhr, Festsaal Kreuzberg, Skalitzer Str. 130). Obwohl die Entscheidung schwerfällt, spielen doch die nicht minder großartigen Yeasayer fast zeitgleich im Lido (21 Uhr, Cuvrystr. 7, Kreuzberg). Weiterhin heute in der Stadt: Neil Young. Auf der Berlinale hat er gerade seinen neuen Film „CSNY – Déjà vu“ vorgestellt, jetzt kommt er mit Band ins ICC. Leider ist das Konzert schon lange ausverkauft.

Mittwoch

Gaaaanz laaaangsam ziehen einen Earth in den hypnotischen Malstrom vermeintlich ziellos dröhnender Gitarrenriffs. Dagegen wirkt das zähflüssige Blubbern einer Lavalampe wie hektisches Stroboskopgewitter. Musik als Medikamentenersatz für Stressgeplagte (21 Uhr, Lido, Cuvrystr. 7, Kreuzberg).

Donnerstag

Man muss sich ein bisschen reinhören in die oberflächlich spröden Songtexturen von Nina Nastasia, aber dann entfalten die kammermusikalisch präzisen Folk-Miniaturen der New Yorkerin einen nachhaltigen Reiz (21 Uhr, Bang Bang Club, Neue Promenade 10 in Mitte).

Freitag

Neue Platte, neues Glück: Wie immer sind die Gitarrenpop-Ohrwürmer von Nada Surf trotz einer melancholischen Restgrundierung euphorisierend genug geraten, um den Albumtitel „Lucky“ völlig zu rechtfertigen (21 Uhr, Huxley's Neue Welt, Hasenheide 107-108, Neukölln).

Sonnabend

Wieder so eine unmögliche Entscheidung: zu den tollen Deutschpop-Dadaisten Die Türen (21 Uhr, Festsaal Kreuzberg) gehen oder doch lieber den coolsten Altrocker unter der Sonne anschauen: Willy De Ville (20 Uhr, Columbiahalle, Columbiadamm 13-21, Tempelhof). Paralleluniversum, wo bist du, wenn man dich braucht?

Sonntag

Schiefwinkliger Freak-Punk (Dirty Projectors), Kreischcore (Deerhoof), Pilzfresser-Psychedelia (Six Organs Of Admittance), Breakbeatgewitter (Max Tundra), Dachstuben-Folklore (Frog Eyes) und weitere ausgewählte Seltsamkeiten machen das „Maximum Black Festival“ zum abwechslungsreichsten Konzertmarathon seit Monaten (21 Uhr, Postbahnhof, Straße der Pariser Kommune 3-7 in Friedrichshain). wun

Weitere Termine gibt es immer donnerstags in unserem Ticket-Magazin.

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