Türkische Filmwoche : Kultureller Austausch im Kinosaal

Zum sechsten Mal findet ab heute die Türkische Filmwoche in Berlin statt. Bis zum 12. April werden 15 Filmproduktionen aus der Türkei werden dem Publikum vorgestellt und bieten Diskussionsstoff. Auch prominente Filmfans sind mit von der Partie.

BerlinDer Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit, hat auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft über die Türkische Filmwoche übernommen. Es ist eine wichtige Plattform, um "uns die Türkei, ihre Menschen, ihre Kultur nahe zu bringen und so den Austausch zwischen den Filmszenen  zu befördern".

Neben dem Schirmherr werden auch TV-Moderatorin Sabine Christiansen und der Generalkonsul der Republik Türkei, Ahmet Nazif Alpman, die Filmwoche im Berliner Delphi-Palast eröffnen. Zum Auftakt wird der mehrfach ausgezeichnete Film "Mutluluk" gezeigt.  Ein Werk "über eine andere Form der Unfreiheit, den Fesseln der Tradition und konservativer Denkmodelle", wie die Veranstalter der Filmwoche erklären. Um echte Fesseln dagegen geht es in "Bayrampasa". Ein Film über die Gefangenen im gleichnamigen türkischen Gefängnis. Der Film wird als Sondervorstellung in der Justizvollzuganstalt Tegel gezeigt. Anschließend findet eine Diskussion über den Film und einen Vergleich zu deutschen Haftbedingungen statt.

Mit dem Themenschwerpunkt Gefangenschaft wollen die Veranstalter auf die anhaltenden Demonstrationen gegen die Legalisierung der Isolationshaft  in der Türkei hinweisen. Aber auch andere Themen finden ihren Platz bei der Filmwoche. "Yumurta", "Kader" und "Riza" handeln von Glück, Liebe und Hilfsbereitschaft.

Die 15 Filme werden bis 12. April im Delphi-Palast , im Broadway-Kino und im Neuen OFF gezeigt. (tbe)

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