Twilight-Fan-Treffen : New Moon im Flughafen Tempelhof

Vampire aller Länder, vereinigt euch! Den „Twilight“-Film „New Moon“ gibt es nun auf DVD. Das war Anlass genug für ein Fan-Treffen mit den Stars im Flughafen Tempelhof.

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331617_0_ee85eb9c.jpg Foto: ddp
Besuch in Tempelhof: Chaske Spencer, Bronson Pelletier, Bryce Dallas Howard.Foto: ddp

Gegen Vampire hilft nur eins: Knoblauch essen, in rauen Mengen, denn darauf sollen die Blutsauger zumindest den Schauermärchen zufolge gar nicht stehen. Blöder Nebeneffekt: Es stinkt.

Ein Glück, dass die Vampire, die an diesem Sonnabend Berlin eroberten, friedliebend waren und der Knoblauch im Gemüsefach bleiben konnte. Rund 5000 Blutsauger-Fans aus ganz Deutschland waren am Abend zum „New Moon“-Fan-Event im Hangar 2 des Flughafens Tempelhof gekommen. Gefeiert wurde die DVD-Veröffentlichung des zweiten Teils der „Twilight“-Verfilmung „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“ .

Keine anderen Filme lösen insbesondere bei weiblichen Teenies derzeit so viel Hysterie aus wie die der „Twilight“-Saga. Gedreht wurden sie nach der Vorlage der Bestseller der amerikanischen Autorin Stephenie Meyer. Bereits über 85 Millionen Mal haben sich die Romane bisher weltweit verkauft, der Film „New Moon“ übertrumpfte in den USA die nächtlichen Premieren-Einnahmen von „Harry Potter und der Halbblutprinz“ um mehrere Millionen Dollar, in Deutschland sahen rund 3,5 Millionen Zuschauer den zweiten Teil der Saga.

Sie handelt von einem jungen Mädchen namens Bella, das in einen Jungen namens Edward verliebt. Nun ist Verlieben allein ja oft schon eine so verflixte Sache, dass über sie hunderte Hollywood-Filme gedreht wurden, doch bei Bella und Edwards ist die Sache ganz besonders kompliziert: Bella ist ein Mensch und Edward ein Vampir – beißt Edward nun Bella, wird auch sie zur Vampirin. Aber vornehm wie er ist, hält sich Edward zurück und will, dass Bella wartet.

Kein Sex vor der Ehe, könnte die Botschaft der „Twilight“-Saga auch heißen. Aber das ist es wohl weniger, was die Fans fasziniert. Vielmehr dürfte es die Mischung aus Mystik, Herzschmerz und dem Versprechen der ewigen Liebe sein, die vor allem weibliche Fans anlockt – neben dem smarten Edward-Darsteller Robert Pattinson, dem derzeit meistgefeierten Jungstar der amerikanischen Filmwelt. Wo er auftaucht, ist das Gekreische stets überlaut.

Doch auch wenn Chef-Vampir Pattinson gestern nicht zum Fan-Event nach Berlin-Tempelhof einflog, wurde im Hangar 2 laut gejubelt, denn drei andere „Twilight“-Stars waren aus Hollywood gekommen: Bryce Dallas Howard, Chaske Spencer und Bronson Pelletier, die im dritten Teil der „Twilight“-Verfilmung „Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“ zu sehen sein werden. Voraussichtlich Mitte Juli soll der Film in die deutschen Kinos kommen, Bryce Dallas Howard spielt darin Vampirin Victoria, Spencer ist als Werwolf-Anführer Sam Uley zu sehen, Pelletier als sein Werwolf-Mitstreiter.

Auf der Bühne wurden die Drei vor einer Burg-Kulisse von Viva-Moderatorin Collien Fernandes und ihrem MTV-Kollegen Joko Winterscheidt zu den Dreharbeiten interviewt. „Zur Vorbereitung mussten wir jeden Tag 300 Sit-Ups für die Bauchmuskeln machen“, sagte Chaske Spencer, der im Film oft mit freiem Oberkörper zu sehen ist. „Für mich war das gar nicht einfach, denn eigentlich bin ich eher ein Faultier, was Fitness angeht“, sagte sein Kollege Bronson Pelletier. Bryce Dallas Howard hatte dagegen andere Sorgen: „Am Ende des Films habe ich eine große Kampfszene mit Robert Pattinson, und ich hatte Angst, ihm aus Versehen wirklich ins Gesicht zu schlagen“, sagte sie.

Ist alles aber noch mal gut gegangen, wie auf den am Samstag gezeigten Filmausschnitten zu sehen war. Besonders die Liebesszene zwischen Bella und Edward löste minutenlanges Gekreische aus. Und sobald im Film oder von den Moderatoren auch nur Pattinsons Namen genannt wurde, war der Jubel jedes Mal aufs Neue groß. „Aber Rob ist wirklich sehr nett und trotz seines Ruhms nicht abgehoben“, sagte seine Kollegin Bryce Dallas Howard. Klar, auch das ein Anlass zum Schreien.

Die drei Stars nahmen das gelassen hin, kein Wunder, schließlich sind sie solche Reaktionen längst gewohnt. Gekleidet waren Spencer und Pelletier übrigens ganz lässig in Jeans und T-Shirt, Howard hatte sich dagegen im kleinen Schwarzen schick gemacht für ihre Fans. Die bekamen auf der Bühne aber nicht nur die „Twilight“-Stars zu sehen, sondern auch die passende Vampir-Musik zu hören: „Es tut wieder weh“, sang die Berliner Band Jennifer Rostock, die als einzige deutsche Combo auf dem „New Moon“-Soundtrack vertreten ist. Dazu trat das Indie-Rock-Quintett Livingston auf, ebenso spielte die norwegische Rockband Audrey Horne und die vier Jungs der Emo-Band „Ich kann fliegen“.

Die „Twilight“-Stars hingegen blieben lieber bodenständig. Die feinen italienischen Häppchen, die der Catering-Service für sie zubereitet hatte, verschmähten sie und ließen sie sich statt dessen eine ganz spezielle Mahlzeit bringen: Nein, keine Blut-, sondern Currywurst aus Kreuzberg.

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