Uhu in Berlin : Klebt nicht, ist aber selten

Seit zwei Wochen entzücken Uhu-Sichtungen Tierfreunde in Berlin-Mitte. Denn der Vogel ist der erste seiner Art in der Stadt.

Uhu
Foto: dpa

Der vermutlich einzige Uhu Berlins ist in Mitte entdeckt worden. Der eigentlich nachtaktive Vogel habe tagsüber längere Zeit auf dem Dach des Märkischen Museums gesessen, sagte ein Mitarbeiter des des Naturschutzbundes Deutschland (NABU). Dabei habe der Vogel „vergebens Balzrufe ausgestoßen“. Nach Angaben des Mitarbeiters ist der Uhu der erste Vogel seiner Art überhaupt in Berlin. „Bisher hat es nie einen gesicherten Nachweis über den Aufenthalt eines Uhus als Brutvogel in Berlin gegeben“. Man hoffe nun, dass sich der seltene Vogel in Berlin ansiedelt.

Seit zwei Wochen ist der Nabu der größten heimischen Eule auf der Spur, nachdem es erste Berichte von Sichtungen gegeben hatte. „Wir wollen den Vogel nun weiter beobachten und feststellen, ob er bleibt“, sagte der Nabu-Mitarbeiter. Da der Uhu auch beim Fressen beobachtet wurde, schloss der Nabu weitgehend aus, dass der Vogel aus Gefangenschaft geflohen ist.

Wegen der auffallenden Federohren ähnelt der Uhu der Waldohreule. Letztere wurde regelmäßig in Berlin gesichtet, ist aber deutlich kleiner und schlanker als der Uhu. In Brandenburg leben nur noch zwei bis fünf Brutpaare des Uhus, deren Flügelspannbreite über anderthalb Meter reicht. (ddp)

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